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17:25 12.06.2018
Ausstellungsmacher Wolfgang Kleinert beim Aufbau der neuen Cartoon-Ausstellung in Prerow. Quelle: Richter Timo
Prerow

Die neue Cartoon-Ausstellung hat Bewegung in den Garten des Kulturkatens „Kiek in“ in Prerow gebracht. „Bewegte Bilder – Cartoons auf Rädern“ ist die neue Schau überschrieben, die am Samstag die Pforten öffnet. 230 Cartoons aus den Federn von 62 Zeichnern sind bis zum 16. September zu sehen. Neben etlichen Stammzeichnern sind in diesem Jahr mit Teresa Habild aus Aachen, Frank Bahr von der Ostseeküste und Kai Flemming aus Hamburg drei neue Künstler mit an Bord der deutschlandweit einmaligen Ausstellung. Das „Cartoonair am Meer“ ist inzwischen zum elften Mal in Prerow zu erleben. Ausstellungsmacher Wolfgang Kleinert bezeichnet das Ostseebad darum auch als „Sommerhauptstadt des Cartoons“.

Fester Termin für Karikaturisten

Die Ausstellungsreihe hat sich inzwischen zu einem festen Termin in Kalender vieler Zeichner etabliert. Mit 36 Karikaturisten haben sie mehr Künstler als je zuvor für das Live-Zeichnen zum Ende der Schau angekündigt. Überhaupt ist es der persönliche Kontakt zu den Zeichnern, der das Cartoon-Festival auf dem Darß ausmacht. Bewährt hat sich der „Cartoonist vom Dienst“. Gleich zu Ausstellungsbeginn wird Michael Holtschulte aus Herten, er zeichnet unter anderem für die Süddeutsche Zeitung oder das Satire-Magazin Titanic, vor Ort sein. Piero Masztalerz, aus dessen Feder die animierten Videoclips der Radio-Comedy „Frühstück bei Stefanie“ flossen, ist Anfang August als fachkundige Kraft in der Ausstellung anzutreffen.

Beliebte Abendshows

Und natürlich gibt es wieder die beliebten Abendshows. Mancher Zeichner hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Entertainer entwickelt. So findet in diesem Jahr die Cartoon-Nonstop-Live-Show ihre Fortsetzung.

Rad begleitet Menschen zeitlebens

In diesem Jahr dreht sich alles um das Rad. Erfunden vor schätzungsweise 5000 Jahren ist menschliches Leben ohne Rad nicht mehr denkbar. „Wir bewegen uns auf Rädern fort, bevor wir laufen können“, sagt Wolfgang Kleinert. Zeitlebens begleitet uns das Rad, bis wir selbst nach dem Tod auf einer Bahre auf Rädern aus dem Leben geschoben werden.

Schau thematisch sortiert

Weil das Thema für Cartoonisten geradezu klassische Themen bietet, hat Kleinert die Ausstellung in diesem Jahr erstmals thematisch geordnet. Von der möglichen Erfindung des Rades über über den alltäglichen Einsatz des Rades im alltäglichen Leben – dabei steht natürlich das Auto als Gebrauchsgegenstand und Statussymbol im Mittelpunkt – bis hin zu Aussichten künftiger Verwendungen einer der wichtigsten Erfindungen der Menschheit bietet die Ausstellung ganz neue Einsichten. Selbstfahrende Autos sind nur ein Thema, die Zeichner haben sich auch Gedanken über selbstfahrende Rollatoren und Rollstühle gemacht. Erstmals wurde die Ausstellung thematisch sortiert, sodass beispielsweise Klassiker eines über einen Abgrund fahrenden Autos gebündelt gezeigt werden, dem Besucher nicht als Wiederholung erscheinen.

Nachdenken über Nachfolge

Mit der elften Auflage der Ausstellung macht sich der 64-jährige Ausstellungsmacher auch Gedanken über eine Weiterführung des Cartoon-Festivals. Vor allem der Verlag des Katalogs hofft auf Fortsetzungen der Ausstellungsreihe. Denn inzwischen werden Karikaturenbände während Ausstellungen besser verkauft als in Läden.

Richter Timo

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