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Kultur „Pfarrer Braun“-Chef Hans-Michael Rehberg gestorben
Nachrichten Kultur „Pfarrer Braun“-Chef Hans-Michael Rehberg gestorben
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00:00 11.11.2017
Hans-Michael Rehberg als Bischof Hemmelrath (r.) in „Pfarrer Braun“. Quelle: Foto: Dpa

Er war der Chef von „Pfarrer Braun“ und auf fast allen großen deutschsprachigen Theaterbühnen Zuhause. Der in Fürstenwalde bei Berlin geborene Hans-Michael Rehberg gehörte zu den vielseitigsten deutschen Schauspielern. Bereits am Dienstag starb Rehberg im Alter von 79 Jahren in Berlin, wie das Münchner Residenztheater mitteilte. Dort war der Schauspieler zuletzt in Mateja Kolezniks „Ödipus“-Inszenierung zu sehen. In dem Antiken-Drama von Sophokles spielte Rehberg Teiresias, den blinden thebanischen Seher - am 28. Oktober hatte er seinen letzten Bühnenauftritt.

Ans Aufhören hat Rehberg auch im Rentenalter nicht gedacht. „Entsetzlich! Ich kann ja gar nichts anderes“, sagte er zu seinem 75. Geburtstag. „Die Lust zu Spielen ist ungebrochen.“

Als Bischof Hemmelrath gehörte Rehberg zur Stammbesetzung der beliebten „Pfarrer Braun“-Serie mit Ottfried Fischer in der Titelrolle. Rom war stets das Ziel des wenig bibelfesten Geistlichen - und vor allem wollte er seinen Pfarrer Braun immer vom „Kriminalisieren“ abhalten und versetzte ihn zur Strafe von einer Gemeinde zur nächsten.

Auch im Kino war Rehberg präsent. In der schwarzen Komödie „Leg ihn um“ spielte er einen schwer kranken Familiendespoten, der seine erwachsenen Kinder bittet, ihn von seinem Leiden zu erlösen. Wer das schafft, soll ihn beerben. Rehberg hatte Auftritte in Oskar Roehlers „Lulu und Jimi“, in „Die Frau des Architekten“ nach einem Buch von Stefan Heym und im TV-Ereignis „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“. Der Darsteller spielte in der Mankell-Verfilmung „Kennedys Hirn“, in Philipp Stölzls „Goethe!“ oder in „Die Wand“ mit Martina Gedeck.

E. Vogel

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