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Pharmafilm, Thriller und Abschiedszinnober

Side Effects - Tödliche Nebenwirkungen Pharmafilm, Thriller und Abschiedszinnober

Er begann seine Karriere mit einer Goldenen Palme in Cannes für seinen Debütfilm "Sex, Lies and Video". Für seinen Film "Traffic - Die Macht des Kartells" wurde Steven Soderbergh mit dem Oscar ausgezeichnet. Nun hat er mit "Side Effects" seinen Rückzug aus der Welt des Kinos angekündigt ...

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"Side Effects - Tödliche Nebenwirkungen" soll Steven Soderberghs Abschied aus den Kinos sein.

Quelle: Senator Film

Der runde 50. Geburtstag ist ein besonderer Einschnitt im Leben der meisten Menschen - auch für scheinbar unermüdliche Filmemacher. So verkündete Regisseur Steven Soderbergh überraschend zu seinem 50. Geburtstag, dass er sich fortan anderen künstlerischen Ausdrucksformen, wie der Malerei und dem Kabelfernsehen zu widmen gedenkt. So feiert im Mai bereits Soderberghs HBO-Biopic "Behind The Candelabra" über den schrillen Pianisten und Entertainer Liberace bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere. Man darf gespannt sein, schließlich spielt ein als Homosexueller nicht wiederzuerkennender Michael Douglas Mr. Showmanship Liberace und Matt Damon seinen wesentlich jüngeren Liebhaber. Doch genug vom eigentlichen Thema abgeschweift - so wie Soderbergh es in seinem angeblich letzten, sehr unterhaltsamen Kinofilm, dem Psychothriller "Side Effects - Tödliche Nebenwirkungen" vorgemacht hat.

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Rooney Mara spielt auf: Ihre Darstellung der depressiven Emily kann sich mit ihrer Lisbeth-Salander-Darbietung in "Verblendung" messen.

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Die in einen Thriller in Hitchcock-Manier ausufernde Geschichte ist nur schwer zu umreißen, da sich Soderbergh womöglich zu viel für seinen "Abschiedsfilm" vorgenommen hat. "Side Effects" beginnt zunächst als gewohnt verdeckt gesellschaftskritischer Film über die Machenschaften der Pharmaindustrie. Ein Thema, das Soderbergh gemeinsam mit Drehbuchautor Scott Z. Burns bereits in "Contagion" aufgriff: Emily, herausragend gespielt von Rooney Mara ("Verblendung"), leidet unter schweren Depressionen, womöglich weil ihr Mann Martin (Channing Tatum) wegen Insiderhandels in den Knast musste. Dieser Umstand zwang die verwöhnte junge Frau immerhin zu einem Bürojob und einem bescheideneren Lebenswandel.

Als ihr Mann aus dem Gefängnis kommt, verschlimmern sich ihre Depressionen jedoch noch, obwohl Martin alles dranzusetzen verspricht, ihren alten Lebensstandard wieder zu erlangen. Nach einem dramatischen Selbstmordversuch landet Emily wieder einmal bei einem Psychiater - Dr. Jonathan Banks, der gewohnt souverän von Jude Law dargestellt wird. Dieser bespricht sich mit ihrer früheren Therapeutin Dr. Siebert (Catherine Zeta-Jones mit sexy Lesebrille) und lässt sich überzeugen, Emily Ablixa, ein neues, noch nicht ausgereiftes Antidepressivum zu verschreiben. Seine Patientin erhält das Medikament als Testperson gratis und Dr. Banks bekommt obendrauf noch unwiderstehlich großzügige finanzielle Zuwendungen von dem Pharmahersteller, der auf den Markt drängt. Doch leider führt die Einnahme von Ablixa zu höchst unerfreulichen Nebenwirkungen - sowohl für Emilys Mann als auch ihren Psychiater Dr. Banks ...

Durch viele überraschende Wendungen, die an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden sollen, wird nun der thrillerhafte und leider etwas hanebüchen wirkende zweite Teil des Films eingeläutet. Unter der versierten Regie- und auch Kamerahand von Autorenfilmer Soderbergh - unter seinem bekannten Pseudonym Peter Andrews fing er höchstselbst seine unverkennbaren Bilder ein - mausert sich das Kinostück jedoch noch zu einer Art besseren Brian-de-Palma-Film. Und das nicht nur, weil Soderbergh Catherine Zeta-Jones als kurzberockte, durchtriebene Psychiaterin mit besagter Lesebrille und verführerischen Blüschen inszeniert. Man darf also durchaus sehr gespannt sein, welche interessanten künstlerischen Nebenprojekte aus der Werkstatt des Workaholics Soderbergh in nächster Zeit das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden.

 

 

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Homepage Senator

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