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Kultur Phil Collins: Fünf Stadionkonzerte 2019
Nachrichten Kultur Phil Collins: Fünf Stadionkonzerte 2019
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15:02 26.11.2018
Da kommt noch was: Phil Collins (r., sitzend) bei seinem Auftritt im Hollywood Forum im Oktober 2018. Im nächsten Jahr kommt er für fünf Stadionkonzerte nach Deutschland. Quelle: imago/ZUMA Press
Hannover

Lange hatte man nichts mehr gehört und gesehen von Phil Collins. Und dann war da vor zwei Jahren plötzlich dieses Versprechen: „Da kommt noch was“ hießen optimistisch seine Lebenserinnerungen. Er erzählte im Interview in Hamburg von dem ermutigenden Zuspruch, den er von zahlreichen jungen Pop-, Soul- und Hip-Hop-Stars erfahren hatte. Man spürte: Es kribbelte in Collins, die Bühne rief. Ein Comeback lag an jenem Novembertag 2016 in der Luft, obwohl er von einem Sturz im Hotelzimmer tags zuvor humpelte und an einer Krücke ging.

In deutschen Stadien war Collins über Jahrzehnte erfolgreich

Schon am Tag darauf kündigte Collins erste Konzerte an. Seither tourt er trotz Rückenschmerzen wieder durch die Welt – mit Stock und Stuhl und Soul in der Stimme. 2019 kehrt Collins nun in die deutschen Stadien zurück, dorthin, wo er mit seiner Band und als Solokünstler jahrzehntelang zu Hause war.

Mit vier aufeinanderfolgenden Konzerten hatte Collins im September 1994 stolze 240 000 Menschen ins hannoversche Niedersachsenstadion gezogen – Rekord. Diesmal plant der 67-Jährige fünf Deutschland-Konzerte. „Still Not Dead Yet Live“ steht als Slogan über der Reise, Collins macht 2019 Station in Stuttgart (Mercedes-Benz-Arena, 5. Juni), Berlin (Olympiastadion, 7. Juni), Hannover (HDI-Arena, 14. Juni), Köln (Rhein-Energie-Stadion, 21. Juni) und München (Olympiastadion, 24. Juni). Karten sind ab Mittwoch (28. November, 10 Uhr) bei www.eventim.de, ab Freitag (30. November, 10 Uhr) zusätzlich an allen autorisierten Vorverkaufsstellen zu haben.

Die zwei Karrieren des Phil Collins

Phil Collins war 1970 mit 19 Jahren als Schlagzeuger bei der Progrockband Genesis eingestiegen, sehr zum Verdruss seines Vaters, der ein frühes Pubkonzert der Band seines Sohnes wortlos verließ. Nach dem Ausscheiden des Originalsängers Peter Gabriel übernahm Collins bei Genesis 1975 auch das Mikrofon. Anfang 1981 startete er mit der Single „In the Air Tonight“ und dem Album „Face Value“ parallel eine nicht minder erfolgreiche Solokarriere. Ende der Nullerjahre zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück, um für seine beiden Söhne aus dritter Ehe da sein zu können.

„Da kommt noch was“ – den deutschen Buchtitel der im Original „Not Dead Yet“ (Noch nicht tot) betitelten Memoiren hätte Collins lieber vermieden, sagte er damals im Gespräch. „Denn das setzt mich einem unfairen Druck aus.“ Freilich wurde der Druck auch seitens seiner Familie aufgebaut. Seine Älteste, die Adoptivtochter Joely, hatte ihn damals mit der Enkelin bei seinem Kurzgig bei den US-Open besucht und ihm „Mach weiter, Dad!“ geraten.

Phil Collins will rauf auf den „ganz schönen Berg“

Das sei indes nicht so einfach, versicherte Collins: „Wenn du ein paar Jahre nichts gemacht hast, musst du wieder lernen, wozu die ganzen Knöpfe da sind, damit dir beim Songschreiben die Geräte nicht in die Quere kommen. Ein ganz schöner Berg, den man da erklimmen muss.“ Er seufzte, erhob sich, griff zur Krücke und grinste plötzlich breit wie der König der Bergsteiger.

„Aber ja“, sagte er dann, „ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da rauf will.“

Von Matthias Halbig / RND

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