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Pianisten Ulrike Mai und Lutz Gerlach zu Gast im OZ-Studio

Rostock Pianisten Ulrike Mai und Lutz Gerlach zu Gast im OZ-Studio

Sie sind am Klavier ein Paar und auch im Leben. Ulrike Mai und Lutz Gerlach waren am Donnerstag zu Gast im ausverkauften OZ-Studio. Es war die sechste Veranstaltung dieser Art.

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Präsentierten sich als hochklassige und kreative Musiker: Ulrike Mai und Lutz Gerlach.

Quelle: Dietmar Lilienthal

Rostock. Sie sind am Klavier ein Paar und auch im Leben. Ulrike Mai und Lutz Gerlach waren am Donnerstag zu Gast im ausverkauften OZ-Studio. Es war die sechste Veranstaltung dieser Art. Moderiert wurde diese von OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und Kulturchef Michael Meyer.

Ulrike Mai (45), die an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) studierte, danach Orchestermusikerin der Norddeutschen Philharmonie wurde, präsentierte zwei Stücke: „Voiles“ von Claude Debussy und „Meri“ aus der Feder des finnischen Komponisten Selim Palmgren. „Man wird nur gut, wenn man es liebt“, fasste sie ihren musikalischen Werdegang zusammen.

Dann trat Lutz Gerlach (54) in Aktion. Der Berliner war auf Umwegen zur Musik gekommen. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium hatte er an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ studiert.

„Ein schlechter Musiker kann weniger Schaden anrichten als ein schlechter Arzt“, witzelte er. Nach dem Studium hatte sich Gerlach als Künstler selbstständig gemacht, früh auch mit kommerziellem Erfolg. Nach der Wende gab es eine grundlegende Neuorientierung. „Das war um meinen 30. Geburtstag herum“, so Gerlach. Dann verschlug es ihn an die Ostseeküste, wo er seine Frau traf. Heute leben beide in Ahrenshoop. Die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze — sie kommt von der Klassik, er vom Jazz — bringen eine künstlerische Spannung in die Partnerschaft. Aber: Gerlach ist nicht nur Musiker, er ist auch ein Macher, organisiert künstlerische Großprojekte wie die Zingster Klaviertage; bei den Naturklängen hat er die künstlerische Leitung. Er bringt Musik in neue Zusammenhänge oder an ungewöhnliche Orte. Er spielt Piano auf einen Floß oder Katamaran, ist offen für neue Ideen: „Ich betrachte mein Leben wie eine Wundertüte.“

Das Publikum im OZ-Studio spürte an diesem Abend: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mehr interessante Menschen, als so mancher glaubt.

Von Thorsten Czarkowski

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