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00:00 29.04.2016

Für Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) ist die Entwicklung dieses Projekts ein Lehrstück in Sachen gelebter Bürokratie. „Für mich ist das unglaublich interessant, weil es das erste Projekt ist, mit dem ich mich nach Amtsübernahme beschäftigt habe. Das ist vier Jahre her. Ich bin wirklich glücklich, dass ich die Umsetzung noch in dieser Legislaturperiode erleben darf.“ Der Minister nimmt‘s mit einem Schmunzeln.

Tja, die Mühlen mahlen gemächlich im Staate Deutschland — aber was rauskommt, kann sich sehen lassen. Das Online-Kulturportal des Landes und des Tourismusverbandes (TMV) gibt Kulturschaffenden und Kreativen in MV die Chance, sich zu präsentieren. Eine Web-Adresse für Kunst und Kultur: www.kultur-mv.de.

Gestern zählte das Portal 220 Nutzer — Einrichtungen wie Pommersches Landesmuseum, Kunsthalle Rostock, Staatliches Museum Schwerin, wo auch Nutzer-Terminals aufgestellt sind. Diese Terminals sollen später in Hotels, Freizeit- und Kultureinrichtungen im Land verteilt werden. Per Webadresse kommt man aber auch über jedes mobile Endgerät auf die Seite. Dort finden sich Künstler, Galerien, Museen, Kulturorte von Burg Klempenow bis zum Grenzhaus Schlagsdorf, Anbieter von Events wie Festspiele MV bis zur Stolpersteinführung in Wismar. Kultur-Angebote, Ausstellungen, Porträts von Künstlern wie dem Schriftsteller Gregor Sander. Das Portal ist keine ganz neue Idee. Dass es jetzt aber in andere Dimensionen geht, zeigt der Etat. In die erste Portal-Idee damals waren 30000

Euro investiert worden. Jetzt liegt der Entwicklungsetat bei 220000 Euro, dazu kommen 100000 Euro jährlich für Instandhaltung, Pflege und Redaktion sowie 50000 Euro für Werbemittel.

Das Portal ist kostenlos und frei von Anzeigen. Es ist verlinkt über Twitter, Facebook und Instagram. Und es ist mit den touristischen Anbietern im Land gekoppelt. TMV-Geschäftsführer Bernd Fischer sagt: „Das Projekt war von Anfang an auf Kooperation auf Augenhöhe angelegt, so dass die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden.“ Fischer meint die der Künstler und die der Touristiker: „Das wird auch dem Tourismus die notwendigen Effekte bringen. Urlauber können damit auch schauen, was findet rechts und links von meinem Urlaubsort so statt.“

Brodkorb betont, dass das Portal kein Plan aus Schweriner Amtsstuben sei: „Wir setzen eine Idee um, die aus der Kunst- und Kulturszene selbst kommt. Das kommt nicht von uns. Die Idee ist auf der Landeskulturkonferenz artikuliert worden.“

Jan Baginski von der Agentur „Werk Drei“, die das Projekt realisiert hat, erklärt: „Das ist eine riesige Datenbank, in die Kulturschaffende ihre Inhalte einspeisen. Maler können Bilder samt Preis einstellen, Anbieter ihre Informationen mit Service bis zur Landkarte mit Wegbeschreibung und Adresse.“ Die Bedienung sei einfach. Die Oberflächen seien so gestaltet, dass Nutzer Inhalte eingeben und die Software das in einheitlichem Look umsetzt. Gepflegt und gesichert werde das Portal von einer Redaktion in Schwerin, die prüft, ob Nutzungsbedingungen eingehalten werden. Nutzer erhalten Freigabelevels von eins bis drei, die auch die rechtliche Seite sichern. Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann sagte bei der Präsentation in der Rostocker Kunsthalle: „Nun lebt das davon, wie wir mitmachen.“

Von Michael Meyer

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