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„Poetische Mikroskopie“

Darmstadt „Poetische Mikroskopie“

Marcel Beyer erhält Georg-Büchner-Preis 2016 / Jury lobt „episches Panorama“

Darmstadt. . Schriftsteller Marcel Beyer (50) erhält den Georg-Büchner-Preis 2016. „Seine Texte sind kühn und zart, erkenntnisreich und unbestechlich“, teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gestern in Darmstadt mit. Der mit 50000 Euro dotierte Büchner-Preis – benannt nach dem in Darmstadt aufgewachsenen Schriftsteller und Freiheitskämpfer Georg Büchner (1813-1837) – gilt als herausragende literarische Auszeichnung in Deutschland. Er wird am 5. November verliehen. Die Akademie „zeichnet einen Autor aus, der das epische Panorama ebenso beherrscht wie die poetische Mikroskopie“, lobte die Jury. Der Autor habe in drei Jahrzehnten ein Werk geschaffen, das die Welt zugleich wundersam bekannt und irisierend neu erscheinen lasse. Der in Tailfingen/Württemberg geborene Marcel Beyer wuchs in Kiel und Neuss auf und lebt seit 1996 in Dresden. Er studierte Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft in Siegen. Von 1989 bis 2000 gab er gemeinsam mit Karl Riha die Reihe „Vergessene Autoren der Moderne“ heraus. Von 1992 bis 1998 veröffentlichte er in der Musikzeitschrift „Spex“. Beyer hat mehrere Poetikdozenturen wahrgenommen. Sein erster Roman „Das Menschenfleisch“ handelt von Liebe und Erotik und zugleich von der Sprache (1991). Im selben Jahr legte er den Gedichtband „Walkmännin“ vor. Weitere Romane sind „Flughunde“ (1995), mit dem er auch internationalen Erfolg erzielte, sowie „Spione“ (2000) und „Kaltenburg“ (2008). Letzterer beschreibt Leben und Arbeiten eines Wissenschaftlers, zugleich 70 Jahre deutscher Geschichte. Beyer veröffentlichte Lyrikbände.

Erzählungen und Essays enthalten „Nonfiction“ (2003) und „Putins Briefkasten. Acht Recherchen“ (2012). Beyer erhielt zahlreiche Preise. Büchner-Preisträger waren etwa Carl Zuckmayer (1929), Anna Seghers (1947), Günter Grass (1965), Erich Fried (1987), Sarah Kirsch (1996), und zuletzt Rainald Goetz (2015).

OZ

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