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Projekt TanZZeiT in Greifswald: Bewegung als Sprache

Greifswald Projekt TanZZeiT in Greifswald: Bewegung als Sprache

Seit 1995 im Programm — und kein bisschen verschlissen. Im Gegenteil, das Ballett des Theaters Vorpommern unter Ralf Dörnen punktet besonders mit Uraufführungen ...

Greifswald. Seit 1995 im Programm — und kein bisschen verschlissen. Im Gegenteil, das Ballett des Theaters Vorpommern unter Ralf Dörnen punktet besonders mit Uraufführungen der jährlichen „TanZZeiT“ als Hort auch unkonventionellen zeitgenössischen Tanztheaters. Und mit Gästen, deren Choreografien erfrischend diskussionswürdig sind. Auch jetzt, als sich mit dem Albaner Brigel Gjoka und dem Tschechen Adam Sojka zwei junge, tänzerisch wie choreografisch eigenständige Vertreter ihres Metiers vorstellten. Beide favorisieren Themen mit Anspruch größter Verallgemeinerungsfähigkeit, was die Bühnenversionen spannend, deren Rezeption aber nicht ganz leicht machen.

Gjoka („Delegatet“) stellt die Menschheit in den Mittelpunkt, die auf der Suche nach Grundlagen individuellen und gemeinsamen Glücks oft an sich selbst oder eigens dafür geschaffenen Systemen scheitert, aber mit Leidenschaft ständiger Suche nach der Grundsicherung ambivalenten Glücks verpflichtet bleibt. Sojka („No. 24/7“) problematisiert menschliche Verhaltensweisen, die dem Verlust Sicherheit vermittelnder Routinen geschuldet sind — etwa durch die plötzliche Erkenntnis nur noch kurz bemessener Lebenszeit. Tragfähig sind beide Konzepte, sie bieten jeweils 45-minütige Handlungsfäden mit Raum sowohl für choreographische Einfälle, auch für offen bleibende Möglichkeiten individuellen Verständnisses. Das gilt für Gjokas lebendige, gegenständlich „griffige“, kontrastreiche „Bilder“folge und für Sojkas rituell-mystisch angelegte, oft wie in Trance und Zeitlupe ablaufende Szenen. Beider Ausdrucksstärke basiert auf einer elektronischen, stereotyp rhythmisierten, differenzierten Klangwelt (Arne Stevens, Adam Sojka und Petr Duchalik). Ihrer Suggestivkraft erwachsen Gestaltungsvielfalt und Ausdrucksintensität, die Dörnens Tanztruppe eigen ist:

mit beeindruckenden Solo- wie Gruppenleistungen, einem reichhaltigen Reservoir an fantasievoller Körpersprache und überzeugenden tänzerischen Qualitäten.

Von Ekkehard Ochs

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