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Kultur Quasselstrippe mit feinen Songs
Nachrichten Kultur Quasselstrippe mit feinen Songs
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00:00 31.03.2014
Ganz nah dran am Publikum: Olli Schulz. Quelle: Dietmar Lilienthal
Rostock

Richtig volle Hütte am Freitagabend im Rostocker Zwischenbau: Die aktuelle Aufmerksamkeit hat Olli Schulz wohl auch seiner Doku-TV-Serie „Schulz in the Box“ zu verdanken.

Auch kommerziell scheint sich das ein bisschen gelohnt zu haben. Als Olli Schulz 2011 in Rostock war, stand er nur mit der Klampfe auf der Bühne. „Dank Pro7 kann ich jetzt endlich wieder mal mit ‘ner Band auf Tour gehen“, freute sich Schulz gleich am Beginn der Show. Er steckt mitten in den Vorbereitungen für sein nächstes Album, am Freitagabend gab es also alte und neue Songs von ihm zu hören:

„Wenn es gut ist“, „Spielerfrau“ oder „Old Dirty Man“ von seiner letzten CD, auch ältere Songs wie „Die Ankunft der Marsianer“ und „Rückspiegel“.

Olli Schulz ist im letzten Herbst 40 geworden — aber er wirkt immer noch wie der WG-Kumpel von nebenan. So fand er schnell einen guten Draht zum Publikum. Alles Theatralische und Gekünstelte ist ihm zuwider, er möchte keine Westernhagen- oder Campino-Posen einnehmen. Und die große Rockshow kann er ohnehin nicht bieten. Seine Lieder sind eher Beobachtungen aus dem Leben, gegossen in Alltagspoesie. Musikalisch geht‘s bei Olli Schulz querbeet, durch Reggae, Indierock, Liedermacherei und Folk. Dazwischen gibt es Anekdoten, Erläuterungen und Nebensächliches — mit diesem Quasseltalent hat es Olli Schulz schließlich auch ins Fernsehen gebracht.

Als Musiker ist er aber nicht nur Lieferant, sondern auch Konsument. Schulz hat die Popkultur über die Jahre hinweg aufgesogen und kann seine Beobachtungen und Querverweise jetzt immer wieder einstreuen. So wünschte er sich immer, ein bisschen wie Bruce Springsteen zu sein. In Rostock holte er sich auch ein tanzendes Mädchen auf die Bühne — genauso wie Springsteen 1984 in „Dancing In The Dark“. Natürlich hat sowas in einer Clubatmosphäre eine ganz andere Wirkung, da ist es mehr ein Partygag.

Olli Schulz versteht es, mit seinem Publikum sehr warmherzig umzugehen, ohne sich bei ihm einzuschleimen. Und als Schulz im zweiten Teil des Konzerts dann vom Publikum den Oasis-Song „Wonderwall“

singen ließ, bewies das Rostocker Publikum eine erstaunliche Textsicherheit. Das wurde fast schon ein magischer Moment. Thorsten Czarkowski



OZ

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