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Kultur Reale und virtuelle Exponate
Nachrichten Kultur Reale und virtuelle Exponate
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00:06 11.05.2018
Vielerorts locken am Museumstag Sonderprogramme und Führungen, wie im Staatlichen Museum Schwerin. Quelle: Foto: Staatliches Museum Schwerin/röker
Schwerin

Rund 6500 Museen gibt es in Deutschland, 250 davon in Mecklenburg-Vorpommern. Um auf die thematische Vielfalt in den Häusern aufmerksam zu machen, findet am Sonntag zum 41. Mal der Internationale Museumstag statt, der unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ steht. In Mecklenburg-Vorpommern öffnen 84 Einrichtungen ihre Pforten – bei freiem oder ermäßigtem Eintritt.

Museumstag

Der internationale Museumstag findet am kommenden Sonntag zum 41. Mal statt. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen.

In MV beteiligen sich rund 84 Einrichtungen. Eine Übersicht aller Veranstaltungen findet sich im Netz, unter: www.museumsverband-mv.de

„Dabei geht es nicht nur um das Gemälde an der Wand oder die Skulptur auf dem Sockel, sondern um die ganze Spannbreite unserer Museumslandschaft. Vom Kunstmuseum über naturkundliche Themen bis hin zum technischen Museum ist für jedes Interessensgebiet etwas dabei“, sagt Carsten Neumann vom Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern.

Wer es klassisch mag, schaut sich Arbeiten von Dora Koch-Stetter im Kunstmuseum Ahrenshoop an, Technikfreunde finden in Reinkenhagen das einzige Erdölmuseum in Ostdeutschland. Einmalig in seiner Art ist auch das vom Chefarzt des früheren Rheuma-Sanatoriums gegründete Salzmuseum in Bad Sülze im „Alten Salzamt“ oder das Norddeutsche Krippen Museum in Güstrow, das Artefakte aus 70 Ländern zeigt.

Das Heimatmuseum Tribsees hat die abgesackte Autobahn gar zum Anlass einer Ausstellung mit dem dramatischen Titel „A 20 bei Tribsees – von der Grünen Wiese bis zum Fiasko“ genommen, die am Museumstag dort zu sehen ist.

„Für die Museen ist es eine Möglichkeit, das eigene Selbstverständnis und die musealen Aufgaben darzustellen und dafür zu werben, dass die Angebote auch während des Jahres wahrgenommen werden“, so Neumann. Ein wichtiges Thema sei dabei die Digitalisierung. Passend dazu soll am Sonntag das erweiterte virtuelle Landesmuseum freigeschaltet werden. Zu sehen sind dort künftig nicht nur Exponate aus Mecklenburg, sondern auch Ausstellungsstücke aus 16 Kunst- und Heimatmuseen Vorpommerns. Viele der insgesamt rund 400 Exponate sind um 360 Grad drehbar, so dass sie aus allen Blickwinkeln betrachtet werden können.

Real vertreten sind hingegen die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV mit zahlreichen Häusern, darunter das Staatliche Museum Schwerin, wo neben Führungen und Workshops der neue Mediaguide in Gebärdensprache vorgestellt wird.

Im Schlossmuseum Schwerin können Besucher bei Kostümführungen durch die Wohn- und Prunkappartements ein wenig höfisches Flair schnuppern und nachempfinden, wie die großherzogliche Familie im Schloss wohnte und residierte.

„Auf neuen Wegen durch Schloss Bothmer“, ist der Titel geführter Rundgänge, bei denen Düfte, Geräusche und Haptik an die Stelle optischer Reize treten. Im Schloss Güstrow, das ganz im Zeichen von Märchen um Prinzessinnen, Minihexen und Drachen steht, sollen besonders junge Besucher für die hiesige Museumslandschaft begeistert werden.

Im Caspar-David-Friedrich-Zentrum in Greifswald werden unter anderem „Hochzeitsbräuche zu Friedrichs Zeiten“ vorgestellt. Im Pommerschen Landesmuseum können sich die Besucher in der aktuellen Ausstellung „Die Dänen“ auf künstlerische Spurensuche begeben. Für maritimes Flair sorgen das U-Boot Museum in Sassnitz auf Rügen, das Meeresmuseum Stralsund, wo die Ausstellung „Ab ins Meer – Wer schützt, gewinnt“ zu sehen ist, sowie das Ozeaneum. Letzteres zeigt „Geschichten rund um den 10. Geburtstag des Ozeaneums“. Auch im Schifffahrtsmuseum im Rostocker Iga-Park gibt es Kinderführungen im Traditionsschiff, Besucher können virtuell in See stechen oder das Morsen erlernen. Erwartet werden laut Neumann mehrere tausend Besucher.

Stefanie Büssing

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