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Kultur Revue mit hoffnungsvollen Stimmen
Nachrichten Kultur Revue mit hoffnungsvollen Stimmen
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00:00 17.10.2017

„Backstage“ heißt die Vorstellung, die die Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Rostock am Sonnabend erstmalig auf die Bühne brachten. Es war eine „Opernrevue des 20./21. Jahrhunderts“, so der gewichtige Untertitel der Veranstaltung.

Zu diesem Anlass standen 13 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne im Katharinensaal der HMT. Eine kleine Änderung wurde zu Beginn verkündet: Für die erkrankte Julia Schumacher sprang Friederike Kühl ein, zwei Programmpunkte entfielen leider wegen der erkrankten Sängerin.

So waren Lana Hartmann, Franziska Hiller, Jingoo Kwak, Friederike Kühl, Johyeon Jo, Youjin Ko und Adelya Zabarova (allesamt Sopran), dann Kanako Nakamura und Annika Sofia Westlund (beide Mezzosopran) zu erleben. Die Sängerinnen zeigten sich übrigens uniformiert – alle waren mit Hauskleidern und Hornbrillen ausgestattet, was der Vorstellung einen gewissen Retro-Charme verlieh. Den männlichen Part des Abends bildeten Jaehee Lee und Johannes Wieners (beide Countertenor), Sungwoo Park (Tenor), Yoorang Han (Bariton) sowie Christopher Jähnig (Bass).

Die gekommenen Gäste erwarteten im Katharinensaal runde zwei Stunden Programm. „Backstage“ erwies sich als eine locker verbundene Revue, die mit großen Komponisten aufwartete: Alban Berg, Benjamin Britten, John Adams, Paul Dessau oder Igor Strawinsky. Freilich blieb’s nicht bei Ausschnitten aus den berühmteren Werken, das Programm enthielt zum Beispiel ein Lied aus Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die tote Stadt“, das war „Mein Sehen, mein Wähnen“, Solist dabei Yooran Han.

Nach dem anspruchsvolleren ersten Programmteil wurde es etwas gefälliger: Das berühmte Entree aus dem Musical „Cabaret“ von John Kander war zu hören, als Solist trat dabei Johannes Wieners in Erscheinung. Und mit dem Hit „Lollipop“ brachte das Ensemble auf der Bühne eine der bekannteren Melodien zu Gehör, 1958 war das Stück von der amerikanischen Girlgroup The Chordettes bekannt gemacht worden.

Es ging auch ein bisschen ordinär zu: Zum Beispiel mit dem „Eifersuchtsduett“ aus der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill, in dem sich Annika Sofia Westlund und Lana Hartmann „duellierten“. Und ein großer magischer Moment entstand, als alle Sänger sich hinter einem durchsichtigen Vorhang zu einem Ausschnitt aus Philip Glass’ Oper „Akhnaten“ vereinten.

Wegen dieser Vielfältigkeit war der Abend ein bisschen eine Leistungsschau der beteiligen Sängerinnen und Sänger. Konzept, Regie und Ausstattung lagen in den Händen von Maria Husmann, die musikalische Leitung hatte Christian Hammer.

Weitere Vorstellungen am

17. und am 18. Oktober jeweils um 19.30 Uhr im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock

Thorsten Czarkowski

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