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Kultur Rocksängerin Inga Rumpf wird 70
Nachrichten Kultur Rocksängerin Inga Rumpf wird 70
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00:00 28.07.2016

Rote Mähne, blaue Augen und eine knallharte Stimme – so kündigte Schauspieler Walter Giller 1968 im Fernsehen die Hamburger Sängerin Inga Rumpf bei einem Schlagerwettbewerb an. „Schade um die Tränen“ sang die 21-Jährige, der Auftritt im Tüllkleid blieb eine kurze Episode. Musikalisch wollte Rumpf andere Wege gehen. In ihrer ersten Band, den City Preachers, trommelte einst Udo Lindenberg am Schlagzeug. Mit Frumpy und Atlantis war die Rocksängerin vor allem in den 70er Jahren erfolgreich. Am nächsten Dienstag wird die Musikerin 70 Jahre alt.

Ihren runden Geburtstag will Rumpf nicht groß feiern, sondern mit einer kleinen Freundesrunde auf ihrem Landsitz in Niedersachsen verbringen. Noch immer absolviert Rumpf mehrere Auftritte im Jahr – doch nicht zu viele. Zum 70. Geburtstag gibt es im August zwei Geburtstagskonzerte in Hamburg und Oldenburg. Am 3. September sind „Inga Rumpf & Friends“ dann in dem Zentrum „Der Speicher“ in Schwerin zu Gast. Rumpfs rauchig-röhrende Stimme ist markant. Schon als kleines Mädchen sang sie gern. Sehnsüchtig wünschte sich die im Hamburger Stadtteil St. Georg aufgewachsene Tochter eines Seemannes und einer ostpreußischen Schneiderin eine Gitarre. „Bis sie dann, als ich elf war, Weihnachten unter dem Baum lag. Da ging für mich das Leben los.“

Berufswunsch Musikerin? Die Eltern waren wenig begeistert. „Das ging gar nicht“, erzählt Rumpf. Der Mutter zum Gefallen machte sie erst einmal eine Lehre – war gleichzeitig aber schon mit den City Preachers auf Tour. Mitte der 70er ging es nach England und in die USA. Dort trat Rumpf mit den US-Rockbands Aerosmith und Lynyrd Skynyrd auf. In den 80er Jahren wurde es ruhiger. In den 90er Jahren stand für Rumpf wieder der Gospel im Mittelpunkt. Ihr großes Vorbild war immer „Gospel-Königin“ Mahalia Jackson. Rumpf hat inzwischen hunderte Songs komponiert. Für Tina Turner schrieb sie das Lied „I Wrote A Letter“.

Auch mit 70 denkt sie noch nicht daran, ihre Instrumente zur Seite zu legen. „Ich bin sehr gerne mit Musik beschäftigt, es wäre Quatsch damit aufzuhören“, sagt die Sängerin.

Stephanie Lettgen

OZ

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