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Rosenmontagszüge am Start

Höhepunkt im Straßenkarneval Rosenmontagszüge am Start

Spott und Häme - am Rosenmontag ist es wieder so weit. Die Mottowagen in den Karnevalshochburgen stehen in den Startlöchern. In Köln, Düsseldorf und Mainz bekommen die Mächtigen ihr Fett weg. Auf Hunderttausende Jecken wird tonnenweise Kamelle regnen.

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Rosenmontagszug in Mainz. In Mainz starten 9000 Aktive und lassen auf rund 550 000 närrische Zuschauer ihre Kamelle regnen.

Quelle: Christoph Schmidt/archiv

Köln. Zum Höhepunkt des Straßenkarnevals müssen sich die Mächtigen warm anziehen: Die großen Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf und Mainz nehmen wieder die Politik aufs Korn - allen voran Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump.

Allein in Köln werden mehr als eine Million Jecken erwartet. Unter dem Motto „Mer Kölsche danze us der Rieh“ („Wir Kölner tanzen aus der Reihe“) soll sich der bunte Zug mit rund 100 Wagen und erwarteten mehr als 10.000 Teilnehmern um 10.00 Uhr in Gang setzen. Auf die Kostümierten am Straßenrand werden rund 300 Tonnen Süßigkeiten, gut 700.000 Tafeln Schokolade und massenweise Pralinen und Strüßje (Sträußchen) herabregnen.

In Düsseldorf geht es gegen 12.00 Uhr los. Der dortige Umzug gilt als besonders bissig und provozierend. Mit Spannung werden die Motive von Wagenbauer Jacques Tilly erwartet. „Jeck erst recht!“ lautet das Motto in der Landeshauptstadt, die mit mehreren Hunderttausend Narren rechnet. Erstmals will sich die Jüdische Gemeinde Düsseldorfs mit einem eigenen Mottowagen beteiligen und koschere Kamelle werfen.

In Mainz fällt der Startschuss um 11.11 Uhr. Rund 550.000 närrische Zuschauer werden laut Prognose zu dem Spektakel kommen. Und fast 9000 Teilnehmer laufen, fahren oder reiten mit.

Auch bei der schwäbisch-alemannischen Fastnacht geht es hoch her. In Rottweil springen Hunderte Hästräger beim sogenannten Narrensprung schon ab 8.00 Uhr morgens durch das Schwarze Tor und die Straßen von Baden-Württembergs ältester Stadt. Es werden mehrere tausend Zuschauer erwartet. Nach 13.00 Uhr wagen sich im wenige Kilometer entfernten Schramberg wagemutige Frauen und Männer mit verzierten Holzzubern in den Fluss Schiltach.

Auch in diesem Jahr verfolgen Tierschützer das Treiben mit Sorge. Nachdem in der vergangenen Session in Köln und Bonn drei Pferde verunglückten, werde man kostümiert und lautstark vor Beginn des Rosenmontagszugs in der Domstadt gegen den Einsatz von Pferden trommeln, kündigten mehrere Gruppen an. In einigen Stadtteilen von Essen und Bochum soll es zwar erneut den Brauch des Gänsereitens geben. Aber: Die reitenden Teilnehmer schlagen überall nur noch Attrappen den Kopf ab - nicht mehr echten, toten Gänsen.

dpa

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