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Rostocker Maler Weber sauer: Ausstellung plötzlich weg

Rostock Rostocker Maler Weber sauer: Ausstellung plötzlich weg

Kunst und Lebendigkeit statt Dekoration: Einer der Grundsätze des Rostocker Malers und Bildhauers Jürgen Weber. In der Ausstellung „Lebensbilder“ zu seinem 80.

Rostock. Kunst und Lebendigkeit statt Dekoration: Einer der Grundsätze des Rostocker Malers und Bildhauers Jürgen Weber. In der Ausstellung „Lebensbilder“ zu seinem 80.

Geburtstag vor einigen Wochen hatte er ihn nochmals betont.

Jetzt allerdings ist Weber sauer. Denn die große Schau in der Rostocker Societät maritim, die bis zum 5. Juni angekündigt war, ist seit dem 21. Mai abgehängt. Und seit dem 25. Mai (bis 15. August) läuft dort eine andere: „Maritim Art“ heißt sie und ist ein Ausschnitt der Wanderausstellung „Hamburg – Ganz Europa in einer Stadt“, die seit der Eröffnung 2013 schon im Brüsseler Hanse-Office oder in der norddeutschen Bundesbank-Verwaltung in Hamburg zu sehen war. In den nun in Rostock versammelten 60 Arbeiten von 19 nationalen und internationalen Künstlern geht es sehr farbenfroh zu, oft figürlich, lebhaft, auch multikulturell – und in allem doch recht dekorativ.

Alle Malstile, die man so auf den Kais und Seebrücken dieser Welt findet, sind da vertreten. Manches Bild könnte Wandmalerei sein, andere wirken wie Illustrationen, und ein 4,80 Meter hoher Turm aus 16 bunt bemalten Druckstöcken, betitelt „Störtebeker – Bunte Kuh“, soll nach Angabe der Ausstellungsmacher der „größte maritime Holzschnitt der Welt“ sein.

So eine nette künstlerische Selbstfeier der größten deutschen Hansestadt kann natürlich interessant sein – sonderbar allerdings wirkt die Praxis des recht willkürlichen Ausstellungsumbaus ohne Rücksicht auf zuvor öffentlich angekündigte Termine.

In Absprache mit dem Künstler sei das geschehen, sagte Jochen Pfeiffer, der Vereinsvorsitzende und Geschäftsführer der Societät maritim. Weber dagegen versteht unter Absprache etwas anderes. Pfeiffer habe vorher mal etwas in der Richtung angedeutet. Aber: „Schon drei Wochen vor dem Ende der Ausstellung am 5. Juni wurde sie verstümmelt, indem das Turmzimmer zur Lagerung von Kunstwerken zugenagelt wurde“, beklagt der Künstler. Und zwei Wochen vor dem 5. Juni sei sie auf Pfeiffers Entscheidung geschlossen worden. Weber nennt das „selbstherrliche Manieren nach Gutsherrenart“. Dabei war seine Schau mit 80 Gemälden und 23 Skulpturen nicht schlecht gelaufen, fünf Arbeiten konnte er verkaufen, darunter zwei Plastiken .

Warum Pfeiffer die Termin-Prioritäten so umgestoßen hatte, erklärte er nicht. Allerdings deutete er an, dass er im Rahmen der neuen Ausstellung Mitte Juni Besonderes vorhabe.

Dietrich Pätzold

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