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Rügen gehört zu uns wie Zack-ahoi

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Die Band Santiano mit Björn Both, Hans-Timm Hinrichsen, Pete Sage und Axel Stosberg tritt heute und morgen in Ralswiek auf

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Die Shanty-Rock-Band Santiano spielt heute und morgen auf der Naturbühne Ralswiek die Hits ihrer ersten drei Alben.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Ralswiek Inzwischen kann man es schon traditionell nennen, dass die Flensburger Shanty-Rocker von Santiano am Wochenende die Störtebeker-Saison beenden – in diesem Jahr erstmals an zwei Abenden in Folge. Im Interview erzählt Percussionist und Sänger Axel Stosberg, was sie an Rügen schätzen.

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Die Band Santiano mit Björn Both, Hans-Timm Hinrichsen, Pete Sage und Axel Stosberg tritt heute und morgen in Ralswiek auf

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Sie sind heute Abend auf Rügen. Was gibt es Neues von Santiano?

Axel Stosberg: Also, wir sind mit dem Programm ja schon eine Weile unterwegs und haben jetzt das Ende der Saison. Insofern ist es für uns selbst nicht so viel Neues. Wir haben unser drittes Album „Von Liebe, Tod und Freiheit“ im Gepäck. Und wir haben zwei, drei neue Sachen eingebaut, die es so noch nicht oft live zu hören gab.

Inzwischen spielen Sie zwei Abende in Ralswiek. Sie fühlen sich ganz wohl hier oder?

Stosberg: Absolut. Das gehört wirklich schon zu unserem Programm, auf das wir uns jährlich freuen. Wir eröffnen die Open-Air-Saison immer im Mai in Bad Segeberg und beenden sie im September in Ralswiek. Das gehört zu Santiano wie das „Zack-ahoi“.

Diesmal füllen Sie die Naturbühne an zwei Abenden in Folge . . .

Stosberg: Es ist tatsächlich so, dass wir so tolle Fans haben, die regelrecht nach Ralswiek pilgern. Das sehe ich auf unserer Facebook-Seite, dass manche Leute das noch mal als richtigen Kurzurlaub machen und bis zu 800 Kilometer nach Rügen anreisen, um sich Santiano zu gönnen. Das scheinen immer mehr zu werden. Und da wir dieses Jahr ziemlich schnell ausverkauft waren, haben wir es gewagt, noch ein Konzert zusätzlich zu machen.

Was schätzen Sie an Rügen?

Stosberg: Wir sind ja Wassertypen und lieben alle das Meer. Der Björn Both ist zum Beispiel Anfang der Woche selbst losgesegelt und legt tatsächlich mit ’nem Boot in Ralswiek an. Ich glaube, er hat zwei oder drei Mitsegler – die machen einen gemeinsamen Ausflug. Und wir lieben alle Inseln und Wasser. Rügen hat dazu auch eine unglaubliche Ruhe, Ausgeglichenheit und Natur. Ich könnte öfter kommen.

Warum tun Sie’s nicht?

Stosberg: Ach, die wenige Zeit, die ich mit der Familie verbringe, fahren wir traditionell nach Dänemark an die Nordsee. Aber Rügen ist wirklich mal eine Überlegung wert . . .

Noch mal zurück zum Facebook- Account. Pflegen Sie den selbst?

Stosberg: Ja, das machen nicht viele Bands, aber wir tun das tatsächlich selbst. Björn und ich nehmen uns viel Zeit dafür. Wir haben auch noch einen, der uns unterstützt, aber das passiert immer ausschließlich in Rücksprache mit uns. Das zeichnet uns ja auch so ein bisschen aus – hören wir jedenfalls immer wieder – dass wir einen guten Kontakt zu unseren Fans pflegen. Unser Fanclub hat inzwischen fast 7000 Mitglieder, mit denen wir auch immer kommunizieren. Und da hat es keinen Sinn, wenn man so etwas einem Administrator überlässt.

Santiano hat inzwischen den dritten Echo gewonnen. Hätten Sie das vor fünf Jahren gedacht, dass die Band so einschlagen würde?

Stosberg: Im Leben nicht! Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie wir in Anfangszeiten herumgedoktert haben mit den ersten Songs. Da war ich ja noch hauptamtlich Schauspieler im Ohnsorg-Theater. Da habe ich dann dem einen oder anderen Kollegen mal was vorgespielt und die fanden’s ganz Klasse. Aber als die Produktion dann fertig war, haben wir uns schon gefragt, wer soll das jetzt eigentlich kaufen? Ist das jetzt für den Krabbenfischerverein Büsum? Also, wir hatten keinen Plan. Aber dass wir tatsächlich nach drei Wochen Nummer eins waren und nach sechs Wochen schon Gold hatten, das war schon utopisch. Traumhaft. Das konnte man sich einfach nicht vorstellen. Ich glaube, es beißen sich heute noch Musikmanager Monogramme in den Hintern, weil ihnen so etwas nicht eingefallen ist. Aber das fällt Dir ja nicht ein, es war keine offene Marktlücke und es war auch keine Taktik dahinter. Das ganze Projekt hat sich einfach so ergeben. Und offenbar haben wir einen enormen Bedarf gedeckt. Das hätten wir uns nie träumen lassen.

Wer schreibt die Lieder?

Stosberg: Oh, das ist eine ganz große Gruppe. Die reicht von Flensburg bis München. Wir haben nicht den Anspruch, alles allein machen zu müssen. Wir haben uns von Anfang an ein Team zusammengebaut, und da gilt das Motto: Das Bessere ist der Feind des Guten. Wenn also jemand eine bessere Idee hat als wir selbst, dann nehmen wir natürlich lieber das. Wenn man in der Liga mitspielen will, darf man nicht eitel sein. Und wir haben großes Glück, dass wir ganz tolle Leute um uns haben. Wir schreiben als Band mit, unsere Produzenten schreiben mit und es gibt noch viele weitere Autoren.

Wann kommt das vierte Album?

Stosberg: Im Herbst 2017. Wir gehen im Spätherbst und Winter ins Studio. Allerdings kommen jetzt im Oktober eine Live-DVD und -CD von dem diesjährigen Open- Air-Konzert in der Waldbühne Berlin raus – mit 20000 Leuten im Publikum. Das war ein Riesen-Fest, wo wir noch mal ordentlich Holz aufs Feuer gelegt haben. Und außerdem gibt es demnächst ein Hörbuch mit uns. Das heißt „Der König der Piraten“. Da gibt’s viel Musik, einen tollen Sprecher und eine schöne Geschichte. Das ist was für Kinder. Natürlich auch für große Kinder, aber hauptsächlich für die kleinen. Es geht um einen kleinen Piratensohn auf der Suche nach seinem Vater. Der macht sich gemeinsam mit einem ganz alten Käpt’n auf den Weg – eine ganz tolle Geschichte.

Machen Sie da Musik oder spielen Sie einzelne Rollen?

Stosberg: Beides. Wir machen Musik, aber unsere Santiano-Stimmen haben auch einzelne Rollen übernommen. Also, es klingt schon fast wie ein kleines Musical. Wir sind ganz stolz darauf.

Tickets bei der OZ: Die Saison- Abschluss-Konzerte mit Santiano auf der Naturbühne in Ralswiek beginnen heute und morgen jeweils um 20 Uhr. Einlass ist ab 18 Uhr. Für die heutige Veranstaltung gibt es noch Karten ab 58,50 Euro in allen Service-Centern der OSTSEE-ZEITUNG sowie ab 58 Euro an der Abendkasse. Das Konzert am Sonnabend ist bereits ausverkauft.

Interview von Ove Arscholl

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