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Schock für die Theaterwelt: Heribert Sasse gestorben

Trauer in Berlin und Wien Schock für die Theaterwelt: Heribert Sasse gestorben

Für die Darstellung eines Patriarchen in „Die Verdammten“ ist Heribert Sasse gerade erst vom Publikum gefeiert worden. Nur wenige Tage danach löst sein überraschender Tod Betroffenheit aus.

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Heribert Sasse (1996).

Quelle: Nestor Bachmann

Wien. Der österreichische Regisseur, Theaterleiter und Schauspieler Heribert Sasse, der viele Jahre auch an Berliner Bühnen Erfolg hatte, ist tot. Er starb am Samstag überraschend im Alter von 71 Jahren in seinem Haus in Oberösterreich, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Sein plötzlicher Tod löste in Wien und Berlin Betroffenheit aus.

Der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) sprach von einem „Schock“ für die Theatergemeinde. „Heribert Sasse zeichnete sich durch Beliebtheit, Bühnenpräsenz und ein unglaublich breites Rollenspektrum aus.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) würdigte Sasse als einen „großen Theatermann und vielseitigen Schauspieler“, der die Bühnen der Stadt über lange Jahre mitgeprägt habe. Darüber hinaus habe Sasse nicht nur als Generalintendant der staatlichen Bühnen Berlins, sondern auch als Chef des privaten Schlosspark Theaters Akzente gesetzt.

Erst vor wenigen Tagen war Heribert Sasse noch im Wiener Theater in der Josefstadt für seine Rolle des Patriarchen Joachim von Essenbeck in der Premiere von „Die Verdammten“ gefeiert worden. Der gebürtige Linzer gehörte dem Ensemble seit 2006 an.

Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger sagte, er habe nicht nur einen künstlerischen, sondern auch einen persönlichen Freund verloren. „Ich bin tief bestürzt über den Tod von Heribert Sasse, das Theater verliert mit ihm eine bedeutende Theaterpersönlichkeit.“

Sasse hatte zunächst ein Musikstudium absolviert, ehe er 1968 als Schauspieler am Wiener Volkstheater debütierte und 1969 erstmals in München Regie führte. In Berlin leitete er in den 80-er und 90er-Jahren mehrere Bühnen. Am Renaissance-Theater war Sasse in Personalunion als Intendant, Regisseur und Schauspieler erfolgreich. Von 1985 bis 1990 war er Generalintendant der Staatlichen Schauspielbühnen Berlins, von 1995 bis Ende 2001 leitete er das Schlosspark-Theater.

Neben seiner umfangreichen Theaterarbeit sorgte Sasse seit 2007 in mehreren Wiener „Tatort“-Folgen an der Seite von Harald Krassnitzer als Kommissar Weiler für den legendären „Wiener Schmäh“. Im Kino war er unter anderem in dem 2008 gestarteten Film „Falco - Verdammt, wir leben noch!“ zu sehen.

dpa

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