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Frankfurt/Main Schreiben als Lebensform

Der Erzähler Martin Mosebach polarisiert die Kritik / Kurz vor seinem 65. Geburtstag hat er sein neues Buch „Mogador“ beendet

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Der Schriftsteller Martin Mosebach wird am Sonntag 65.

Quelle: dpa

Frankfurt/Main. . Ideen für Romane holt sich Martin Mosebach gerne auf Reisen. Sein neuer Roman, der drei Wochen nach seinem 65. Geburtstag bei Rowohlt am 31. Juli erscheint, führt nach Marokko.

„Mogador“ lehnt sich mit dem Titel an den alten kolonialen Namen von Essaouira an. Die Stadt an der marokkanischen Atlantikküste kennt Mosebach von eigenen Aufenthalten gut. Das Buch spielt in der Gegenwart dieser Region, die vom Fundamentalismus immer stärker bedroht ist. „Es ist eine Trauer damit verbunden“, sagt Mosebach. Der tief im Katholizismus verwurzelte Traditionalist, der sich einst selbst als „Reaktionär“ bezeichnet hatte, fühlt sich nach eigenen Worten frommen Muslimen in ihrer Demut spirituell durchaus verbunden. Den „puritanischen“

Islamismus hält er dagegen für eine „Karikatur der Religion“.

Mosebach, einer der ganz großen Erzähler der deutschen Literatur, hat ein Faible für die wundersamen Geschichten des Orients und des indischen Subkontinents. Zugleich ist er ein Mann der Künste. Er schreibt Opernlibretti, Filmbücher und ist der Malerei verbunden. Sein Schreibstil ist fein-ironisierend und elegant. Dieser Stil mit seinen vielen Erzählsträngen polarisierte stets. Was die einen für Manierismus halten, bietet anderen großen Lesegenuss.

Auch sein letzter Roman „Blutbuchenfest“ (2014) hat die Kritik gespalten. In der Gesellschaftskomödie kontrastiert er das Leben einer bosnischen Putzfrau mit dem oberen Bürgertum in Frankfurt am Main – inklusive seiner Hochstapler, Geschäftemacher und Lebemänner. Mosebach weiß, wovon er schreibt: Er wuchs als Sohn eines Arztes im großbürgerlichen Frankfurter Westend auf.

OZ

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