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Sir Paul auf Nummer sicher: Paul McCartney eröffnet Europatour

Düsseldorf Sir Paul auf Nummer sicher: Paul McCartney eröffnet Europatour

„Schränggg!“, macht es und es ist 1964. Mit einem mächtigen Gitarrenakkord,wie er Rocksongs abschließt, geht die Europatour von Paul McCartney los.

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Der Ex-Beatle Paul McCartney bei seinem Auftritt in der Espritarena in Düsseldorf

Quelle: David Young/dpa

Düsseldorf. „Schränggg!“, macht es und es ist 1964. Mit einem mächtigen Gitarrenakkord,wie er Rocksongs abschließt, geht die Europatour von Paul McCartney los. Ein paar Augenblicke steht dieser berühmte Beatleston gleißend in der ausverkauften Esprit-Arena. Dann setzt die Band ein und Worte juvenilen Durchhaltevermögens gehen hinaus in die Saalnacht: „It’s Been a Hard Day’s Night“, singt Paul McCartney, der seinen Hofner Violinbass geschultert hat.

Zum ersten Mal seit Beatleszeiten spielt er „A Hard Day’s Night“ live und 27 000 in Düsseldorf singen mit ihm: „you know I fee-heel alright“. Und sie meinen das auch so. Besser als hier und jetzt kann man sich kaum fühlen. In drei Wochen wird Paul McCartney 74 Jahre alt. Aber Musikmachen ist für ihn wie Feierabend und die im Text anvisierte Heimkehr zur Geliebten ist die Heimkehr zu seinem Publikum. Mit einem Konzert, das zweieindreiviertel Stunden dauern wird. Der Mann, der seit 1963 für die meisten Paul ist (seit 1997 Sir Paul), macht Ansagen auf Deutsch, er hat das Aussehen, den Charme, die Bedeutung und – die Songs. Als Drittes kommt Can’t buy me Love“. Man ist geneigt, sich von einer Gänsehaut bekriechen lassen, wenn man diesen Klassiker von dem Mann hört, der ihn mitgeschrieben hat. Die Leinwand zeigt Bilder aus Pilzkopftagen. Und man wird von Sehnsucht geflutet. Raffiniert. So haben alo nicht wenige im Stadion (erstaunlich viele unter 30 Jahren) diesen altbekannten jungen Blick, als wäre wieder Beatlemania. Das Programm speist sich fast ausschließlich aus den Jahren 1958 bis 1982 – von „In Spite of all the Danger“, dem frühesten Lennon/McCartney-Original im Stil der Everly Brothers bis zu der Ballade „Here today“, die an „Yesterday“ erinnert und in der Paul die verlorene Freundschaft zu John beweint. Songs vom letzten Album werden zwar auch gereicht, aber sie klingen wie alte: Save Us“ nach den 70er Jahren, „New“ nach den 60ern. Mit dem rhythmisch-akustischen Vorjahreshit „Four Five Seconds“ stellt McCartney klar, dass für eine Legende auch 54 Jahre nach „Love me do“ noch Nummer-Einsen in Reichweite sind.

„Love me do“ kommt auch. Traute Mundharmonika von Keyboarder Paul Wickens, bezwingende Melodie, schlendernder Rhythmus. In einigen Reihen macht sich jetzt, kaum dass McCartneys drei Amerikaner – der Schlagzeuger Abe Laboriel jr und die Gitarristen Rusty Anderson und Brian Ray – den Druck mal kurz zurücknehmen, urdeutsche Musikantenstadlgemütlichkeit breit. Wollen die jetzt allen Ernstes losschunkeln? Die Überraschungen für den, der McCartneys Musik mehr liebt als Nostalgiegefühle, lassen sich an zwei Fingern abzählen. Die letzte Stunde ist „Ob-la-di, Ob-la-da“ angesagt:

Greatest Hits in Serie, alles Nummer sicher. Man geht jetzt besser in den Genießermodus, statt sich über die Vorhersehbarkeit zu grämen Matthias Halbig

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