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16:47 13.06.2018
Im Hafen in Ahrenshoop findet am 8. Juli ein Benefizkonzert für den Schutz des Hochufers zwischen Wustrow und Ahrenshoop statt. Quelle: Richter Timo
Ahrenshoop

Die Interessengemeinschaft Hohes Ufer hat einen Flügel bestellt. Mit einem Benefizkonzert wollen die Küstenschützer mehr Aufmerksamkeit für ihr Anliegen erzielen. Die Steilküste zwischen Wustrow und Ahrenshoop soll mit geeigneten Maßnahmen vor dem weiteren Abbröckeln geschützt werden – notfalls auch mit privatem Geld. Die Landesregierung, sonst für diese Aufgabe zuständig, hat dem Schutz des Hochufers in dem Bereich bislang eine Absage erteilt. Grund: Dort befinde sich keine zu schützende Bebauung.

Kostspieliges Unterfangen

Seit Jahren nun rührt der Ahrenshooper Jörn Reiche die Werbetrommel für das kostspielige Unterfangen. So wurden Spenden gesammelt, um wenigstens schon mal Planungen auf den Weg zu bringen. Teil wissenschaftlicher Untersuchungen war der gefährdete Küstenabschnitt der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst auch schon.Nachdem erst der Bau von knapp einem Dutzend bis zu 100 Meter langen Buhnen projektiert worden war, wird inzwischen das Aufschütten von Steinwällen als Wellenbrecher favorisiert. solche Schutzwälle finden sich derzeit in Wustrow sowie in Ahrenshoop. Die Kosten für die Arbeiten beziffert Jörn Reiche, Vorsitzender der Interessengemeinschaft mit rund 5,5 Millionen Euro. Gebaut würden diese Wellenbrecher unter Berücksichtigung der Vorgaben des europäischen Schutzgebietes Natura 2000, wie Reiche sagt. Für das ehrgeizige Projekt hat der Ahrenshooper auch Fördergeld beantragt. Eine Entscheidung steht noch aus. Intern sei das Papier zur weiteren Bearbeitung ans Finanzministerium weitergeleitet worden. Reiche hofft, dass ein Ergebnis noch in diesem Monat verkündet werden kann.

Wunsch: Mehr Aufmerksamkeit

Doch insgesamt wünscht sich der Vorsitzende der Interessengemeinschaft mit zurzeit 338 Mitgliedern mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Das will Jörn Reiche nun mit einem Benefizkonzert erreichen. Am 8. Juli, für den Sonntag ist der Flügel bestellt, gibt es eine Matinee am Hafen im Ahrenshooper Ortsteil Althagen. Hans-Jürgen Mende und Philipp Schmid, beide sind Moderatoren beim Kulturkanal des Norddeutschen Rundfunks, haben Reiches Einladung für einen Auftritt angenommen.

Klassik auf Zuruf

Mende moderiert die Sendung „Klassik nach Wunsch“. An dem Sonntagmorgen dürfen sich die Gäste auf melancholische, aber auch heitere Gedichte, Geschichten und Alltagsbeobachtungen freuen. Schmid wird an dem Vormittag dem Flügel die Töne entlocken – und zwar auf Zuruf, Vorpfeifen oder Summen.

Eintritt für Küstenschutz

Jörn Reiche hat bereits einen Auftritt des Duos erlebt. „Die beiden haben Tausende zum Johlen gebracht.“ Locker und ungezwungen, so soll auch am 8.<TH>Juli die Atmosphäre sein. Reiche empfiehlt den Besuchern, sich Decken mitzubringen und das Konzert für ein Picknick zu nutzen. Mit ihrem Eintrittgeld in Höhe von 20 Euro unterstützen die Besucher der Sonntagsmatinee den Einsatz der Interessengemeinschaft für den Erhalt des Hohen Ufers zwischen Wustrow und Ahrenshoop. Das Konzert beginnt um 11 Uhr.

Erhebliche Abbrüche

Ein Ziel hat Jörn Reiche mit dem Projekt jedenfalls schon erreicht, zu dem Konzert hat sich das Fernsehen angekündigt. Vor dem Auftritt von Hans-Jürgen Mende und Philipp Schmid sollen auch Aufnahmen an der Steilküste gemacht werden. Zuletzt hatte es dort erhebliche Abbrüche gegeben (die OZ berichtete). Trotz Warnhinweisen sind immer wieder Besucher unterhalb abbruchgefährdeter Bereiche oder direkt an der oberen Abbruchkante zu beobachten.

Richter Timo

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