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Kultur Spannende Geschichte aus dem Rockmuseum
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00:00 23.06.2016
Bernd Römer, Benjamin Weiß und Jan Gladrow spielen, Phillip und Thomas Lehner (v.l.) drehen. Fotos (2): Thorsten Czarkowski

Die Darsteller waren gut vorbereitet, die Kamera lief im Ostrockmuseum Kröpelin (Landkreis Rostock): Im Obergeschoss des Museums ist ein Plattenladen aus DDR-Zeiten nachgebildet – genau die Kulisse, die für diese Szene gebraucht wurde. Es geht in diesem Fall um drei in der DDR begehrte Schallplatten – von den Doors, von den Beatles und von Joe Cocker.

Im Ostrockmuseum von Kröpelin entstanden gestern Filmaufnahmen für das Rocktheater Rostock / Mit dabei war auch Karat-Gitarrist Bernd Römer

Als ich auf Tour in Rostock war, hat mich Benjamin Weiß gefragt, ob ich mitmache.“Gitarrist Bernd Römer

Der Schallplattenhändler verkauft diese Scheiben illegal unter dem Ladentisch – allerdings zu saftigen Preisen.

„Wir wollten damit ein Stück DDR-Kultur zeigen, das Musikliebhaber und auch Musiker kennen“, sagt Benjamin Weiß, der zusammen mit Norbert Müller und Annette Weiß für Drehbuch und Konzeption des Stücks verantwortlich ist. Denn gedacht ist diese Szene für die Aufführung des Rocktheaters Rostock, die am 4. November im Trihotel Premiere haben wird. „Für die Einspielfilme werden rund 45 Minuten Filmmaterial entstehen“, sagt Phillip Lehner, der für Kamera, Schnitt und überhaupt alle technischen Belange der Dreharbeiten zuständig ist. Das Ostrockmuseum Kröpelin war nur einer von mehreren Terminen: Vier Drehtage stehen im Juli auf dem Plan. „Gestern haben wir Filmaufnahmen in der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaft in Rostock gemacht“, erläutert Benjamin Weiß. Die dort entstandenen Szenen zeigen die zeitweilige Kriminalisierung von Beat- und Rockmusikern in der DDR. Denn die Rockshow, die ab November in Rostock zu sehen sein wird, erzählt die Geschichte einer Band, die in der DDR gegründet wurde, zunächst mit den Widrigkeiten des Arbeiter-und-Bauern-Staates zu kämpfen hatte, dann den schwierigen Weg in die Marktwirtschaft fand. Die Musiker bilden im wirklichen Leben die Band Five Men on the Rocks, sie haben diese Zeiten erlebt. Auf der Bühne soll die Show mit Musik etwa zweieinhalb Stunden dauern. Bei den Dreharbeiten ist auch Karat-Gitarrist Bernd Römer mit von der Partie. „Das ist schon eine coole Story“, sagt Römer über das Stück. „Als ich auf Tour in Rostock war, hat mich Benjamin Weiß gefragt, ob ich bei den Dreharbeiten mitmache“, sagt der Musiker. Der Termin passte, so spielt auch Römer eine kleine Rolle.

Weitere Drehtage folgen noch, so ist unter anderem eine Autojagd mit den DDR-Autotypen Barkas und Trabbi geplant, bei der die Musiker verfolgt werden. „Dabei zeigen wir auch unsere schöne Landschaft“, sagt Weiß. Filmaufnahmen entstehen ebenso in Berlin, es wird zudem auf einer Yacht auf dem Müggelsee gedreht. Dorthin verschlägt es die Musiker nach der Wende – so will es die Story.

Auch das Ostrockmuseum Kröpelin ist jetzt Teil der Geschichte.

Thorsten Czarkowski

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