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Spaß zwischen Lyrik und Prosa

Rostock Spaß zwischen Lyrik und Prosa

Ulf Stolterfoht und Ingo Schulze lasen am Dienstag im Literaturhaus Rostock

Rostock. Im März war der Preis vergeben worden: Die 14 Literaturhäuser in Deutschland hatten ihre mit 14000 Euro dotierte Auszeichnung für 2016 dem Lyriker, Übersetzer und Verleger Ulf Stolterfoht zugedacht. Er setze sich „in innovativer Form mit Sprache und Literatur“ auseinander, heißt es in der Begründung.

Einen kleinen Eindruck davon konnte man auch in Rostock gewinnen. Am Dienstagabend kam Ulf Stolterfoht ins Literaturhaus Rostock. An seiner Seite hatte er den Schriftsteller und Freund Ingo Schulze, die Moderation übernahm Ulrika Rinke, Leiterin des Literaturhauses Rostock.

Stolterfoht und Schulze kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Rom. 2007 hatten sie dort als Stipendiaten ein Jahr in der Villa Massimo verbracht, wo sie sich auch anfreundeten. Die unterschiedlichen Ansätze der beiden Autoren – Stolterfoht ist Lyriker und Schulze schreibt Prosa – waren der Ausgangspunkt für eine sehr literaturwissenschaftlich gehaltene Diskussion der beiden, gewürzt mit Anekdoten aus ihrer gemeinsamen Zeit in der Villa Massimo.

Spannender war dann der Leseteil. Vorrang hatte natürlich Ulf Stolterfoht, der zunächst Kostproben aus seinem Gedichtband „Holzrauch über Heslach“ gab, in dem er zum Teil auch seine Drogenerfahrungen thematisiert. Ein passendes Fazit hatte der Schriftsteller darin auch parat: „Die beste Droge ist ein weißes Blatt.“

Unterhaltsam war danach eine spontane Doppellesung aus Ulf Stolterfohts Band „Neu-Jerusalem“, hier teilte sich der Autor den Lesetext mit Ingo Schulze. Zudem plauderte Stolterfoht über seine Erfahrungen als Inhaber eines Kleinverlags. Eine kleine Überraschung gab’s zum Ende: Ingo Schulze las ein amüsantes Stückchen aus einem noch unbetitelten Buch, das er im Herbst 2017 veröffentlichen will – ein Schelmenroman, der in der DDR spielt.

Thorsten Czarkowski

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