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Städel zeigt Entwicklung der Fotografie zur Kunstgattung

Neuer Bildbegriff Städel zeigt Entwicklung der Fotografie zur Kunstgattung

Fotos zeigen immer die Wirklichkeit? - Von wegen! Dass Fotografie echte Kunst sein kann, beweist eine Ausstellung im Städel Museum in Frankfurt.

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Die Fotos „Cairo, Diptychon (1992)“ des Künstlers Andreas Gursky.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Wie sich in den 1980er Jahren die Fotografie zu einer völlig eigenständigen Kunstgattung entwickelt hat, dokumentiert das Städel Museum in Frankfurt mit einer groß angelegten Ausstellung.

Zu sehen sind unter dem Titel „Fotografien werden Bilder“ mehr als 200 Arbeiten der ersten Schüler von Bernd und Hilla Becher. Das Ehepaar lehrte 20 Jahre an der Düsseldorfer Kunstakademie und gilt als Begründer dieser Entwicklung. Einige der Bilder waren nach Angaben der Co-Kuratorin Jana Baumann seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen.

„Was wir hier sehen, ist die Weiterführung der Malerei mit fotografischen Mitteln“, sagte der Sammlungsleiter und Kurator Martin Engler am Mittwoch in Frankfurt. Die Ausstellung stellt Arbeiten von Volker Döhne, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Petra Wunderlich einander gegenüber. Zu sehen sind auch die berühmten Fotoserien der Bechers, die Industriebauten aus verschiedenen Perspektiven zeigen.

Bis in die 1970er Jahre hinein galten Fotos nach Darstellung der Ausstellungsmacher als ein Abbild der Wirklichkeit. Mit der Gründung des Lehrstuhls für künstlerische Fotografie 1976 an der Düsseldorfer Akademie habe eine Neuausrichtung begonnen: Fotografie habe sich immer mehr zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. „Es entstand ein neuer Bildbegriff, in dem sich die Grenzen zwischen Skulptur, Malerei und Fotografie auflösten“, erklärte Engler.

Während etwa Döhne (geboren 1953) und Ruff (geb. 1958) die Methoden ihrer Lehrer weiterentwickelten, gingen andere Schüler der Bechers völlig neue Wege: Gursky (geb. 1955) setzte Bilder am Computer zusammen, Sasse (geb. 1962) entwickelte unscharfe, poetische Farbkompositionen, Hütte (geb. 1951) nahm Bezug auf historische Landschaftsmalerei.

Rund 20 Prozent der ausgestellten Bilder stammen aus der Sammlung des Städel, der Rest sind Leihgaben. Die Werkschau ist vom 27. April bis 13. August zu sehen.

dpa

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Corinna Schubert (l.), die amtierende Museumsleiterin, neben dem Wasserleitungsplan der Stadt Wismar von Mitte des 19. Jahrhunderts sowie Textilrestauratorin Rosemarie Selm und Fielmann-Filialleiter Carsten Oettle neben einer Schiffsflagge des Wismarer Kapitäns Wilhelm Bade.

Zwei wertvolle Ausstellungsstücke aus dem 19. Jahrhundert hat das Stadtgeschichtliche Museum Wismar mithilfe der Günther-Fielmann-Stiftung restaurieren lassen. Sie sollen in der neuen Dauerausstellung im sanierten Museum ab Dezember gezeigt werden.

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