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Stark mit Johannes Brahms

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Im 4. Philharmonischen Konzert des Theaters Vorpommern hatten Generalmusikdirektor Golo Berg und sein Philharmonisches Orchester auf klassizistische Heiterkeit, ...

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Ekkehard Ochs über das 4. Philharmonische Konzert in Greifswald

Im 4. Philharmonischen Konzert des Theaters Vorpommern hatten Generalmusikdirektor Golo Berg und sein Philharmonisches Orchester auf klassizistische Heiterkeit, böhmische Klangschwelgerei und romantische Schicksalhaftigkeit gesetzt — allerdings mit der Absicht, sich dabei nicht auf allzu verlässlich Scheinendes verlassen zu wollen! Das galt schon für die „Lustspiel-Ouvertüre“ op. 38 (1897/1904) des einstigen Starpianisten und noch immer kaum bekannten Komponisten Ferrucio Busoni, die mit Präzision, Schwung, schöner Lockerheit und filigran Spielerischem den Buffo-Geist Mozarts und Rossinis erfolgreich zu beschwören vermochte, in der Wirkung und der Stellung im Programm aber über eine gewisse Beiläufigkeit nicht hinausgelangte. Das lag nicht am Stück und nicht an den Ausführenden. Im vollen Greifswalder Haus wartete man offensichtlich auf künstlerische Schwergewichte wie Dvoráks Cellokonzert und die 1. Sinfonie von Brahms. Und man wurde nicht enttäuscht. Für Ersteres hieß das: eine Aufführung mit viel klanglicher Sensibilität und Vitalität, im Solopart von Wolfgang Emanuel Schmidt mit gestalterischem Feinsinn und blühendem, gleichwohl fesselnd intensivem Ton hervorragend musiziert. Das hatte schon Suchtpotenzial — und erst bei Brahms! Hier gelang die künstlerisch bislang überzeugendste Orchesterleistung der Saison: groß im Zuschnitt, gewaltig im Atem und von faszinierend stringenter Dichte des Ausdrucks. Golo Berg und das Orchester scheuten keinen Einsatz, alle Mühen eines höchst beschwerlichen Kompositionsprozesses „hautnah“ zu verlebendigen, diesem prägnante Gestaltung zu verleihen und alles in selten erlebter Eindringlichkeit großartig Klang werden zu lassen. Eine starke Vorstellung!

OZ

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