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Kultur Stars auf dem Darß: Till Brönner in Ahrenshoop
Nachrichten Kultur Stars auf dem Darß: Till Brönner in Ahrenshoop
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00:00 02.04.2014
Ahrenshoop

Er ist aktuell wohl der erfolgreichste deutsche Jazztrompeter. Till Brönner (43), jung, smart und multitalentiert, kommt zum ersten Mal auf den Darß, zum zweiten Mal, nach seinem Auftritt mit Armin Mueller-Stahl bei den Festspielen MV 2006 in Rostock, nach Mecklenburg-Vorpommern. Als Stargast beim 15. Ahrenshooper Jazzfest tritt das Till Brönner Quintett am 28.

Juni auf der Hauptbühne am Hafen Althagen auf.

Sie ist unbestritten die Grande Dame des ostdeutschen Jazz. 2013 gab Ruth Hohmann (82) nach einem Sturz das Ende ihrer Karriere bekannt. Doch von ihrem Ahrenshooper Publikum will sich die Jazzsängerin mit einem Konzert am 29. Juni verabschieden. Es ist zugleich Abschluss der 15. Auflage des Jazzevents auf dem Darß. Ruth Hohmann ist seit 2002, also einem Jahr nach der Gründung, dabei.

In diesem Spannungsfeld soll sich das Jazzfest der Kurverwaltung und der ortsansässigen Hoteliers zum kleinen Jubiläum auch bewegen. Zwischen Jung und Alt, Tradition und Aufbruch, Talent und alten Hasen. Romy Dade (34), Veranstaltungsmanagerin in Ahrenshoop, hat sich seit September 2013 um Brönner bemüht. Sie sagt: „Was ich an Till Brönner so besonders finde, ist dass er jüngeres und älteres Publikum zugleich anspricht und auch Nicht-Jazzfans begeistert. Für Ruth Hohmann ist es ein großes Bedürfnis, sich beim Ahrenshooper Jazzfest von ihren Fans zu verabschieden.“

Till Brönner gilt als German Wunderkind an der Jazztrompete. Der aus dem niederrheinischen Viersen stammende Musiker studierte an der Musikhochschule Köln und fiel bereits als Jugendlicher in der Band des Musical-Altstars Andrew Lloyd Webber auf. Seine erste Jazzscheibe spielte Brönner 1993 mit 22 Jahren ein. Er trat mit Größen wie Klaus Doldinger, Dave Brubeck, Paul Kuhn, Götz Alsmann, Nils Landgren, Carla Bruni, Annie Lennox oder Thomas Quasthoff auf und komponierte das letzte Album für Hildegard Knef, drei Jahre vor ihrem Tod. Brönner moderierte die Reihe „Talkin‘ Jazz“ in Bonn, war sich nicht zu schade, in der RTL-Castingshow „X Factor“ an der Seite von Sarah Connor den Juror zu spielen, unterrichtet an der Musikhochschule in Dresden und heimste Musikpreise vom Echo über Goldene Schallplatten bis zum Grammy ein. Till Brönner Multitalent.

In der Reihe der Stars auf dem Darß reiht sich Brönner an Günther Fischer (2011), Klaus Doldinger, der 2012 mit seiner Band Passport in Ahrenshoop war, und Bill Ramsey, Stargast im vorigen Jahr.

Jazzer, mit denen Brönner ebenfalls gespielt hat.

Ein neues Gesicht und ein alter Jazzhase also in Ahrenshoop. Ruth Hohmann ist zwar seit 2002 dabei, aber nicht die „dienstälteste“ Musikerin des Events. Gründungsmitglied des Jazzfests ist das Jazz Collegium Berlin, seitdem in jedem Jahr dabei. Am 29. Juni spielt das Collegium den ersten Teil des Abschlusskonzerts mit Ruth Hohmann und Ricarda Ulm, ihrer Schülerin. Im zweiten Teil schließen sich die Jazzladies in da House um Ruth Hohmann, Uschi Brüning und Jacqueline Boulanger und sozusagen der Jazzkerl in da House, Ernst Ludwig Petrowsky, an.

Rund um diese Mischung an Jazzstars gruppiert das Ostseebad Etabliertes wie den „Ahrenshooper Social Club“ mit dem Pianisten Lutz Gerlach oder die „Tanzveranstaltung“ im Grand Hotel mit der Band Mi Solar, bei der Salsa und Timba auf Funk, Hip-Hop, Latinjazz treffen. Neu im Angebot ist in diesem Jahr das Kinderprogramm „Die vier Jazzmusikanten“, ein musikalisches Märchen frei nach den „Bremer Stadtmusikanten“.

15. Ahrenshooper Jazzfest: 27. bis 29. Juni



Michael Meyer

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