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Kultur Sternstunde der Musik mit Emmanuel Ceysson
Nachrichten Kultur Sternstunde der Musik mit Emmanuel Ceysson
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00:00 20.07.2016

Der französische Ausnahme-Harfenist Emmanuel Ceysson (32) ist in Mecklenburg-Vorpommern nicht unbekannt. Im Jahr 2011 hat er den Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern errungen und im Jahr darauf mit seinen Mitpreisträgern aparte Kammermusikkonzerte gegeben. Jetzt machte er als konzertierender Solist aus dem Saisonabschluss- Konzert der Mecklenburgischen Staatskapelle das, was sein Titel verhieß: eine Sternstunde.

Das Konzert für Harfe und Orchester (1965) des argentinischen Komponisten Alberto Ginastera (1916-1983), dessen Schaffen – ausgependelt zwischen modernen Kompositionstechniken und Folkloreanklängen – erst seit einigen Jahren die Konzertsäle erobert, ist dazu angetan, die technischen und musikalischen Fähigkeiten eines Harfenisten in den eindrucksvollen Klang zu rücken. Und Emmanuel Ceysson nutzte dies mit seiner fulminanten Virtuosität. Die Harfensaiten werden in den schwierigsten Kombinationen gezupft und gerissen, geschlagen und gestrichen, mit Fingerkuppen und -nägeln.

Technisch war das brillant und entfaltete damit zugleich den überraschenden Klangkosmos der Harfe in seinen vielfältigen Ausdrucksbereichen, vom splittrigen Klirren bis zum emphatischen Aufrauschen der Arpeggien, von elegischer Melodik bis zu verzwickter rhythmischer Kraft, mit energischer und empfindungsvoller Musikalität ausgeleuchtet – das war fesselnd und faszinierend und riss das Publikum in des Landeshauptstadt einfach hin.

Dies wurde nicht überboten durch die einleitende „Entführung“-Ouvertüre von Wolfgang Amadeus Mozart, unter der Leitung des ungarischen Gastdirigenten Domonkos Héja (42) mit schneidigen „türkischen“

Passagen gespielt. Und nur wenig durch die abschließende Mozart-Sinfonie C-Dur KV 551, die Jupiter-Sinfonie. Héja führte hier die Mecklenburgische Staatskapelle zu einer überzeugenden Leistung, klar gegliedert und mit wirkungsvollen Übergängen, die Ecksätze voller Energie, die Binnensätze mit Empfindsamkeit, und dabei immer die glückliche klassische Balance von Schönheit und Wahrhaftigkeit austariert.

OZ

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