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Kultur Südamerikahaus im Zoo wird endlich saniert
Nachrichten Kultur Südamerikahaus im Zoo wird endlich saniert
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00:47 14.04.2018
„Was gibt’s Neues, Herr Direktor?“, scheint diese Ziege aus dem Stralsunder Zoo zu fragen. Direktor Christoph Langner erklärte bei einer Führung Pläne für den Park, in dem über 900 Tiere leben. Quelle: Fotos: Miriam Weber (2)/stephan Habrich
Stralsund

Große Pläne im Zoo der Hansestadt: In den kommenden beiden Jahren werden in die Sanierung des Südamerikahauses 160000 Euro investiert. Das erklärte Zoodirektor Dr. Christoph Langner am Donnerstagabend bei einer abendlichen Führung durch den Park, zu dem der Verein Zoofreunde Stralsund eingeladen hatte. „Das Haus ist in einem desolaten Zustand, und wir haben bereits vor vier Jahren einen Förderantrag gestellt“, sagt Langner. Nun endlich sei der Zuwendungsbescheid aus Schwerin über 130000 Euro gekommen, die restlichen 30000

Insgesamt 160000 Euro werden in den beiden kommenden Jahren in das Gebäude investiert / Besucherzahlen des Parks steigen beständig

Euro stammen aus Eigenmitteln. Das Gebäude soll nicht nur ein neues Dach erhalten, sondern auch energetisch saniert werden. Auch die dazugehörigen Außenanlagen, in denen Zwergmaras und Nasenbären leben, sollen neu gestaltet werden.

Entlang der Gehege der Polarwölfe und Seeadler gab der Direktor Einblicke ins Zooleben. „Wir freuen uns darauf, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit vielen Beteiligten einen Masterplan für den Zoo erstellen werden.“ Dabei gehe es darum, den jetzigen Zustand zu analysieren und dann zu schauen, welche notwendigen Investitionen in der Zukunft anstehen. Dafür wird mit vielen Akteuren zusammengearbeitet. Dazu zählen Zoobelegschaft und -freunde genauso wie Fachleute, Planer der Stadt und die Stralsunder Werkstätten.

„Vor allem müssen wir mehr mit dem Pfund wuchern, dass hier viele Freizeiteinrichtungen wie Hansedom, Strelapark, Zoo und Gastronomie, auf einer Fläche sind.“ Damit könne man noch mehr Besucher anlocken, obwohl „wir mit der Entwicklung sehr zufrieden sind. Die Zahlen steigen beständig. In den vergangenen sechs Jahren haben wir durchweg jährlich über 100000 Besucher gehabt.“

Zu den Lieblingstieren der Gäste zählen zweifelsohne die Polarwölfe. „Im Moment mussten wir den Rüden von den Wolfsdamen trennen, weil sie sich nicht so gut verstehen“, verrät Christoph Langner.

Trotz allem gebe man die Hoffnung nicht auf, dass es vielleicht irgendwann mal Nachwuchs bei den Stralsunder Wölfen gibt. In dem Gehege der Raubtiere wird derzeit an einer kleinen Badestelle für die Wölfe gearbeitet. „Gerade wenn es im Sommer so heiß ist, ist es für die Tiere angenehm, mit den Beinen im Wasser zu stehen.“ Außerdem entsteht in einer ehemaligen Voliere ein Informationspunkt. „Das Thema Wölfe in freier Wildbahn polarisiert. Deshalb möchten wir unsere Besucher gern mehr informieren, was es mit den Tieren und den möglichen Gefahren oder doch eher Vorurteilen auf sich hat.“

Der Stralsunder Zoo, am Grünhufer Bogen 2, hat täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Miriam Weber

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