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Tango tanzen mit Tönen

Rostock Tango tanzen mit Tönen

Das Jaurena-Ruf-Project gibt drei Konzerte im Nordosten und einen Workshop.

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Raúl Jaurena (l.), Bandoneon, und Bernd Ruf, Klarinette.

Quelle: Jan Baruschke

Rostock. „Wir sind wie ein Tanzpaar. Aber wir tanzen mit Tönen“, sagt Bernd Ruf, Klarinettist, Dirigent und Professor für Popularmusik, Jazz und Weltmusik an der Musikhochschule Lübeck. Gemeinsam mit Bandoneon-Meister Raúl Jaurena aus Montevideo (Uruguay) bildet er das Jaurena-Ruf- Project, das ab 15. April für drei Konzerte in MV weilt. Zudem geben die Musiker nächste Woche einen dreitägigen Workshop für Studenten der Pop- und Weltmusik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT). Das Ergebnis stellen sie am 18. April im Ursprung, Rostock, vor. „Mich hat der Virus des Tango vor etwa 30 Jahren infiziert. Seither musiziere ich ihn in verschiedensten Formen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere Studierende anstecken. Aber entscheidend ist, dass wir ein tieferes Verständnis wecken für diese Musik und das Umfeld, in dem sie entstand“, sagt Ruf. In der klassischen Szene sei Astor Piazzolla sehr beliebt. „Doch die wenigsten Interpreten kennen seine Wurzeln, den Tango Argentino.“ Ruf will Wesen und Stilistik des Tangos näherbringen.

Gerade erschien die zweite CD des Jaurena-Ruf-Project — „Tango Tales. Angel Bailarin“. Die 14 Stücke enthalten auch Elemente aus Klassik, Pop und Klezmer. „Tango ist sehr emotional. Melancholie und Lebensfreude liegen nahe beieinander. Nähe und Distanz spielen miteinander“, sagt Ruf (48). An der Zusammenarbeit mit Raúl Jaurena (71), Sohn des Bandoneon-Virtuosen Francisco Jaurena und Weggefährten Astor Piazzollas, schätzt Ruf die persönliche Beziehung zur Musik. „Wir hören aufeinander, reagieren, führen und lassen uns führen. Es sind musikalische Gespräche.“

Jaurena leitet heute das Thalia Theatre, New York. Er arbeitet auch als Arrangeur und Komponist, gilt als Vertreter des modernen Tango (Tango Nuevo). Er greift aber auf traditionelle Vorlagen zurück, nutzt sie als Basis für eigene Interpretationen. „Ein Tag ohne Bandoneon ist für mich unvorstellbar. Mit ihm atme und lebe ich“, sagt er. Er erhielt 2007 für sein Album „Te Amo Tango“ einen Latin-Grammy. Konzerte: 15.4., 19.30 Uhr, Schwerin, Schleswig-Holstein-Haus; 16. 4., 20Uhr, Wismar, Galerie Kristine Hamann; 18.4., 20 Uhr, Rostock, Ursprung

Grit Schreiter

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