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Kultur „The Square“ großer Gewinner beim Europäischen Filmpreis
Nachrichten Kultur „The Square“ großer Gewinner beim Europäischen Filmpreis
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00:43 10.12.2017
Ruben Östlund schreit seine Freude heraus. Quelle: Tobias Schwarz
Berlin

Die schwedische Satire „The Square“ von Ruben Östlund ist der beste europäische Film des Jahres. Das gab die Europäische Filmakademie am Samstagabend bei einer Gala in Berlin bekannt.

The Square“ war in diesem Jahr bereits mit der Goldenen Palme beim Festival in Cannes ausgezeichnet worden. Die schwarze Komödie ist auch im Rennen um den Auslands-Oscar dabei.

Beim Europäischen Filmpreis gab es gleich sechs Trophäen, darunter in den Sparten Drehbuch, Regie, Szenenbild und beste Komödie. Bester Schauspieler wurde Östlunds Hauptdarsteller Claes Bang. Alexandra Borbély wurde für ihre Rolle in dem ungarischen Berlinale-Gewinner „Körper und Seele“ als beste Schauspielerin geehrt. Die ebenfalls in dieser Kategorie nominierte deutsche Darstellerin Paula Beer („Frantz“) ging leer aus.

Maria Schrader gewann den Publikumspreis für den Stefan-Zweig-Film „Vor der Morgenröte“. Die französisch-amerikanische Schauspielerin Julie Delpy wurde für ihren „Europäischen Beitrag zum Weltkino“ gewürdigt. Regisseur Volker Schlöndorff, der mit Delpy „Homo Faber“ drehte, überreichte ihr die Auszeichnung. Delpy drehte Filme wie „2 Tage Paris“ und „Before Midnight“.

Per Videobotschaft gratulierte ihr amerikanischer Schauspielkollege Ethan Hawke („Before Midnight“). „Je länger ich darüber nachdenke: Du verdienst diesen Preis!“, so Hawke.

Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der sehr gerührte russische Regisseur Alexander Sokurow („Russian Ark - Eine einzigartige Zeitreise durch die Eremitage“, „Vater und Sohn“). Er nahm die Auszeichnung aus den Händen der polnischen Regie-Altmeisterin Agnieszka Holland entgegen. Erneut machte sich die Filmakademie für den inhaftierten ukrainischen Regisseur Oleg Senzow stark - diesmal mit Unterstützung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, der im Publikum saß.

Bester Animationsfilm wurde „Loving Vincent“ von Dorota Kobiela und Hugh Welchman (Polen/Großbritannien). Den Preis für den besten Dokumentarfilm erhielt „Kommunion“ von Anna Zamecka (Polen).

Zu der Gala im Haus der Berliner Festspiele kamen zahlreiche Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende. Darunter waren Juliette Binoche, Detlev Buck, Sandra Hüller, Nastassja Kinski, Josef Hader, Peter Simonischek, Wim Wenders, Stephen Frears, Carlos Saura und Ulrich Matthes. Durch die Show führte der Comedian Thomas Hermanns. Im vergangenen Jahr hatte Maren Ades Drama „Toni Erdmann“ den Hauptpreis gewonnen.

Der Europäische Filmpreis gilt als Europas Antwort auf den Oscar. Über die Sieger in den einzelnen Kategorien stimmen die mehr als 3000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie ab. Der Preis wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt in Europa verliehen - 2018 in Sevilla.

dpa

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