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Kultur Theaterfusion keine Option mehr
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00:00 15.04.2013
Schwerin

Aus der Hansestadt kam ein „Nein“: Rostock werde an einem eigenständigen Volkstheater festhalten, sagte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling. Ergebnislos war am Freitag ein Gespräch im Schweriner Kultusministerium verlaufen, in dem eine Kooperation der Theater von Rostock und Schwerin diskutiert wurde. Staatssekretär Sebastian Schröder (SPD) hatte gemeinsam mit Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Die Linke) und Rostocks OB Roland Methling über eine Lösung verhandelt. Alles lief aber von Seiten des Kultusministeriums lediglich auf das Fusionsmodell hinaus, wie sich im Gespräch für die Rostocker Vertreter überraschend herausstellte.

Damit sind die Fusionspläne vorerst vom Tisch und damit das so genannte Staatstheater-Mecklenburg-Modell. Unglücklich ist man in Rostock über diesen Ausgang derzeit nicht. „Es ist klar geworden, dass man in Schwerin kein Kooperationmodell wollte, sondern nur ein Fusionsmodell“, so Eva-Maria Kröger, Fraktionsvorsitzende der Linken in der Rostocker Bürgerschaft. Zu diesem Zweck sei in Schwerin in Richtung Rostock ganz viel Druck aufgebaut worden.

„Jetzt müssen wir uns in Rostock neu aufstellen und ein eigenes tragfähigeres Modell erarbeiten“, blickt Kröger in die Zukunft. „Ich glaube, dass die CDU in der Rostocker Bürgerschaft dafür offen ist“, sagte Kröger.

Dieter Neßelmann, CDU-Fraktionschef in der Rostocker Bürgerschaft, kann sich das grundsätzlich vorstellen. „Aber allein mit Geldnachschießen ist es nicht getan“, so Neßelmann, „da muss sich mehr ändern, auch strukturell“. In der Eigenständigkeit des Rostocker Volkstheaters sieht auch die Bürgerschaftsabgeordnete Sybille Bachmann (Rostocker Bund) die Zukunft. „Wir brauchen ab 2020 in Rostock ein Vier-Sparten-Modell und bis dahin eine Übergangslösung“, meint Bachmann.

Was das Schweriner Theater angeht, vermutet Bachmann, dass es dort finanziell langsam eng werde. „Es würde mich nicht wundern, wenn das Schweriner Theater im Mai Insolvenz anmelden muss“, so Bachmann. Aber: „Durch eine Theaterfusion löst man doch diese Probleme nicht.“ Auch mit Kooperationen der beiden Theater könne man eine ganze Menge Geld sparen. Überdies sieht Sybille Bachmann den Grundsatz verletzt, dass alle Kommunen von der Landesregierung eine Gleichbehandlung verdienen, Rostock werde in Sachen Theater entscheidend benachteiligt.

Thorsten Czarkowski

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