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Kultur Theaterstreit: Ministerium forciert Vollfusion
Nachrichten Kultur Theaterstreit: Ministerium forciert Vollfusion
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00:00 20.03.2013
Das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. Quelle: Danny Gohlke
Rostock

„Die Unterzeichnenden sind sich einig, dass Grundlage der weiteren Arbeit grundsätzlich Modell 7 (,Staatstheater Mecklenburg‘) ist.“ So steht es in einer Absichtserklärung, auf die sich am Montag im Schweriner Bildungsministerium Staatssekretär Sebastian Schröder (SPD) und Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) geeinigt haben.

Die Stadt Rostock, die nach den Forderungen des Kultusministeriums ebenfalls mitunterzeichnen sollte, fehlte bei diesem Termin, so dass der als „Letter of Intent“ bezeichnete Text kurzfristig geändert werden musste. Dabei wurde in dem jetzt formulierten Schweriner Alleingang aus dem früheren Grundsatz, dass die Modelle „Landesoper“ und/oder „Staatstheater Mecklenburg“ Grundlage der Verhandlungen seien, nun die absolute Maximal-Fusions-Variante unter den im vergangenen Jahr vorgestellten neun Modellen. Als Koordinator des Umwandlungsprozesses wurde der Schweriner Theaterchef Joachim Kümmritz eingesetzt. Personalentscheidungen in den Theaterleitungen beider Häuser dürfen bis zum Abschluss von Verhandlungen nur noch im Einvernehmen mit allen Partnern erfolgen.

„Rumpelstilzchen-Methoden“, so reagierte gestern Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling auf das Treffen in Schwerin. Und der Verwaltungschef des Volkstheaters Rostock, Stefan Rosinski, fragt angesichts der ministeriellen Verfahrensweise: „Wenn es dem Minister nicht gelingt, die wesentlichen Partner eines solchen Projektes an einen Tisch zu bekommen, wie soll das dann erst später laufen?!“ Der Stil des Ministers zerstöre die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit. „Das wird die Rostocker bestärken, einen eigenen Weg zu finden.“ Wie der aussieht, das müsse sich noch zeigen.

Auf diesen eigenen Weg hat die Rostocker Stadtverwaltung gestern Abend im Hauptausschuss der Bürgerschaft eine eigene Version eines „Letters of Intent“ gebracht, über den die Volksvertreter am 10.

April abstimmen sollen. Danach sollen neben den Fusions-Modellen auch Modelle der Eigenständigkeit der Theater geprüft werden. Rostock bleibe gesprächsbereit, so Methling gestern.

Dietrich Pätzold

OZ

„Meine Zeit ist vorbei“, notiert die 2011 mit 82 Jahren gestorbene Schriftstellerin Christa Wolf („Kassandra“, „Nachdenken über Christa T.“) am 27. September 2008. Es ist der Tag, an dem sie seit 1960 immer zu diesem Datum einmal im Jahr private Aufzeichnungen macht, unabhängig von ihrem anderen Tagebuch.

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