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00:00 09.06.2016
Die Mezzo-Sopranistin Ann Hallenberg ist ein internationaler Star der Barockmusikszene. Die Schwedin gibt ein Konzert in Zinnowitz. Quelle: Örjan Jakobsson

Eine Mischung aus Jazz, Folklore, Pop und klassischer Musik vor wunderbaren Kulissen – dafür steht die 23. Ausgabe des Usedomer Musikfestivals vom 24. September bis 14.

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Eine musikalische Brücke zwischen Schweden und Deutschland baut das Usedomer Musikfestival / Vom 24. September an werden Schlösser, Konzertsäle und Kirchen auf der Insel zu Aufführungsorten

Oktober. Usedom feiert Schwedens Musik in Schlössern, Kirchen, Hotels und dem größten Industriedenkmal des Landes in Peenemünde. Im Kraftwerk des Historisch-Technischen Museums wird die Veranstaltungsreihe eröffnet – mit dem Baltic Sea Philharmonic, Dirigent Kristjan Järvi sowie dem Geiger Gidon Kremer.

Das dreiwöchige Kulturfest bringt auch ein Wiedersehen mit Krimi-Autorin Donna Leon – sie war gerade Gast der Usedomer Literaturtage –, die Konzertpatin der schwedischen Mezzo-Sopranistin Ann Hallenberg sowie dem Ensemble „Il pomo d’oro“ ist. Schauspielerin Anna Thalbach liest, während sie vom Boulanger Trio in der Benzer Kirche begleitet wird. Mit dem „Eric Ericson Kammarkör“ unter Dirigent Olof Boman ist sogar die „Champions League“ vertreten, wie Festival-Intendant Thomas Hummel bei der Programmpräsentation gestern betonte. In diese Liga reihen sich auch die schwedische Kultband Abba sowie die Beatles ein. Deren Pop-Klassiker gibt es mit der A-capella-Gruppe Vocal Six in der Wolgaster Kirche.

„Wir bieten rund 30 Konzerte, Lesungen und Ausstellungen an 21 Veranstaltungsorten“, so Hummel, der mit Nina Röhlcke, Botschaftsrätin für Kultur der schwedischen Botschaft in Berlin, eine Usedom-Liebhaberin an seiner Seite hatte. Auch wenn Südschweden von der Natur an Usedom erinnert, sei es auf der Insel „viel schöner. Besonders die Seebrücken sind toll“, sagt Nina Röhlcke, die zu Sopranistin Ann Hallenberg eine besondere Beziehung hat. „Sie war meine Nachbarin. Schon damals sang sie oft in der Wohnung. Ich wusste, dass sie einmal ein Superstar werden wird.“ Erst kürzlich wurde Hallenberg mit dem Opera Award in London ausgezeichnet.

Mit Ehrungen überhäuft wurde auch Kurt Masur. Der erste Schirmherr des Usedomer Musikfestivals starb im vergangenen Jahr. Ein Sonderkonzert im Heringsdorfer Kaiserbädersaal mit dem Gewandhaus-Quartett, dem Usedomer Musikpreisträger 2016, Daniel Lozakovitj (15) aus Stockholm, und dem Berliner Philharmoniker Walter Seyfarth an der Klarinette gedenkt Kurt Masurs. „Das Konzert liegt mir besonders am Herzen“, so Hummel, der zur Masur-Witwe noch guten Kontakt hat.

Nach vielen Jahren entdeckt das Festival auch wieder einen ungewöhnlichen Veranstaltungsort – die Lokhalle der Usedomer Bäderbahn in Ahlbeck. Letztmals spielte dort 2006 das Esbjörn-Svensson-Trio , das Musik aus dem Album „Tuesday Wonderland“ vorstellte. Zwei Jahre später kam Svenssen, ein Revolutionär des Jazz aus Schweden, bei einem Tauchunfall in der Ostsee ums Leben. Magnus Öström, damals Schlagzeuger in dem Trio, kehrt nun mit seiner Band zurück und erinnert an den Ausnahmemusiker.

Auch auf die gemeinsame deutsch-schwedische Geschichte nimmt das Festival Bezug. 1630 landete Schwedens König Gustav Adolf auf Usedom. Geplant ist eine Exkursion auf den Spuren der Schweden sowie Vorträge. Das Usedomer Musikfestival zählt jährlich rund 14000 Besucher.

Usedom war schwedisch

Im Jahr 1630 begann die Schwedenzeit als König Gustav Adolf mit seinen Truppen auf der Insel Usedom landete und von da aus die Herzogtümer Pommern-Stettin und Pommern-Wolgast besetzte.

1648 kam es zur Teilung. Hinterpommern fiel an Brandenburg, während Schweden ganz Vorpommern und Rügen sowie das Mündungsgebiet der Oder erhielt. Nach Ende des Nordischen Krieges 1720 gehörte die Insel zum Königreich Preußen.

Festival-Tickets

unter ☎ 038378/34647;

www.usedomer-

musikfestival.de

Henrik Nitzsche

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