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Kultur Tolle Premiere für Malwerkstatt
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15:27 08.10.2018
Marie Bork und Raik Schütt aus Tribsees sind stolz auf ihre kleinen Kunstwerke zum Thema „Die lachenden Häuser“. Quelle: Harry Lembke
KRAKOW/Tribsees

Als Renate und Andreas Rittmeier im Mai erstmalig im alten Küsterhaus in der Papenstraße in Tribsees erwartungsvoll ihre Malwerkstatt öffneten, waren sie ein wenig skeptisch: Würde es überhaupt Interessenten für ihr Vorhaben geben? Aber die Zweifel waren schnell verflogen, denn schon bald bildete sich ein Stamm von 15 Teilnehmern, darunter zehn Kinder, die sich nun schon fast ein halbes Jahr lang jeden Freitag zu handwerklich-künstlerischen Tätigkeiten treffen. Zeitweise sind auch Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft dabei.

Zum Abschluss des Sommersemesters zogen die kleinen und großen Hobbykünstler nun Bilanz und hatten dazu am Freitag zu einer kleinen Ausstellung eingeladen, die einen Einblick in ihre künstlerische Tätigkeit gab. Besonders stolz waren dabei die Kinder auf ihre Arbeitsergebnisse. So stellten zum Beispiel Marie Bork (11) und Raik Schütt (9), beide aus Drechow, ihre ersten kleinen Kunstwerke vor, die sie nach dem Gemälde „Die lachenden Häuser“ von James Grizzi mit eigenen Ideen erarbeitet hatten – vom Herstellen und Bespannen der Bilderrahmen und Mischen der Temperafarben bis zur künstlerischen Gestaltung. Aber auch alle anderen Exponate der Ausstellung ließen eine erfolgreiche künstlerische Kenntnisvermittlung in verschiedenen Darstellungsformen erkennen.

Rittmeiers freuen sich natürlich über das positive Echo, das ihre Malwerkstatt gefunden hat. Das zeigte sich an diesem Nachmittag auch darin , dass gut 50 Besucher in die Ausstellung kamen und Nachfragen weitere Teilnehmer erwarten lässt. „Da haben wir wohl unbewusst eine Bedarfslücke erschlossen“, glaubt Renate Rittmeier. Da die Räume nicht beheizbar sind, ist nun einmal Pause, bis ab 4. Januar 2019 im Wintersemester auf dem Anwesen der Familie Rittmeier in Krakow, Kastanienallee 19, ein Mosaikkurs angeboten wird.

Renate Rittmeier liebt es übrigens, kreativ zu sein. Deshalb malt sie nicht nur, sondern schneidert auch gern selbst oder widmet sich der Mosaikkunst. „Seit 2014 wohnen wir in Krakow und fühlen uns sehr wohl hier“, sagt die 57-Jährige. Ihr Mann Andreas ist Pädagoge und schrieb das Konzept für die Malwerkstatt. Denn das Projekt „Kunterbunte Malwerkstatt – Bilder und Begegnungsräume schaffen“ der evangelischen Kirchengemeinde Tribsees ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und wird daraus gefördert.

Ab dem 12. April folgt in Tribsees das nächste Sommersemester. Für beide Kurse sind noch Anmeldungen möglich unter Telefon 038320/ 718866 oder unter Malwerkstatt.Tribsees@-online.de.

Sommer Ines

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