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Tribeca Filmfest in New York bleibt politisch

Heiße Eisen Tribeca Filmfest in New York bleibt politisch

Mit Cannes oder der Berlinale können sich die Tribeca Filmfestspiele in Manhattan nicht messen. Unmittelbar nach den Terroranschlägen auf New York Ende 2001 gegründet, halten sie jedoch an ihrer politischen Linie fest.

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An diesem Mittwoch startet das Tribeca Film Festival in New York.

Quelle: Peter Foley

New York. Rund 200 Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme stehen auf dem Programm des Tribeca Filmfests in New York, das am Mittwoch beginnt. Dazu kommen neue TV-Staffeln, Virtual-Reality-Shows und interaktive Installationen.

Deutschland ist unter anderem mit „Manifesto“ vertreten, dem jüngsten Werk des gebürtigen Münchner Filmemachers Julian Rosefeldt. Er provoziert mit der Frage, ob gegenwärtige Kunst überhaupt noch originell sein kann. Die deutsch-amerikanische Doku  „When God Sleeps“ von Till Schauder folgt dem iranischen Musiker Shahin Najafi, auf dessen Kopf Kleriker im Iran eine hohe Belohnung ausgesetzt haben.

Das Filmfest läuft bis zum 30. April. Es war nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 von Schauspieler Robert De Niro und der Produzentin Jane  Rosenthal gegründet worden. Im internationalen Vergleich spielt das Tribeca Filmfest keine führende Rolle. Gewicht verleihen ihm aber sein politisches und soziales Engagement, Mut und eine Reihe technischer Innovationen.

Politisch heiße Eisen fasst das Festival mit Dokumentationen zum Rechtsradikalismus, zum Schicksal eines kleinen kubanischen Immigranten-Jungen und zum friedlichen Protest der Sioux-Indianer am Standing Rock gegen die neue Pipeline an. „Copwatch“ heißt ein Film, der sich der Überwachung von US-Polizisten durch besorgte Bürger widmet.

2016 hatten Deutschland, die USA und Israel für „Junction 48“, die tragische Geschichte eines jungen Rappers im palästinensisch-israelischen Konflikt, gemeinsam den Preis für den besten internationalen Film gewonnen.

Am Eröffnungsabend wird der Musikmogul Clive Davis mit einem Screening der autobiographischen Dokumentation „The Soundtracks of My Life“ geehrt. Davis hatte Dutzenden Musikstars, darunter Bruce Springsteen und Whitney Houston, als Produzent den Weg zum Erfolg geebnet. Der Premiere des Films folgt ein Konzert in der Radio City Music Hall, mit dem sich Aretha Franklin, Jennifer Hudson und Earth, Wind & Fire bei Davis für seine Unterstützung bedanken.  

Erstmals in diesem Jahr zeichnen die Veranstalter auch Werbefilme aus, die ihre kommerzielle Botschaft in eine attraktive Story packen.

dpa

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