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Tribeca Filmfestival in New York wagt Neues

New York Tribeca Filmfestival in New York wagt Neues

Mit Berlin und Cannes kann sich Tribeca nicht messen. Aber das nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gestartete Filmfestival hat Bedeutung für New York und beeindruckt mit neuen Ansätzen.

New York. 15 Jahre nach seiner Gründung im Schatten des zerstörten World Trade Center beweist das Tribeca Filmfestival in New York Mut zum Experimentieren.

Mit der Multimedia-Installation „the bomb“ der Filmemacherin Smriti Keshari, des Autors Eric Schlosser und des Regisseurs Kevin Ford betritt Tribeca Neuland. Die Dokumentation über Entwicklung und Horror der Atombombe wird in einer 360-Grad-Projektion auf riesigen Leinwänden gezeigt. Verstärkt wird das visuelle Erlebnis, aus dem es für den Zuschauer kein Entrinnen geben soll, von Live-Musik der Rockband Acid.

Das Tribeca Filmfest beginnt am Mittwoch (13.4.) und stellt bis zum 24. April 102 Spielfilme, davon 77 als Weltpremieren, vor, außerdem Dokumentationen, Kurzfilme, Virtual-Reality-Shows und interaktive Installationen. 

„Als junges Festival sind wir in der glücklichen Lage, uns etwas leichter verändern und weiterentwickeln zu können als manche anderen Filmfestspiele“, erklärt Festspieldirektorin Genna Terranova. Tribeca gilt als Schrittmacher in New York, kann sich mit den Festivals in Berlin, Cannes oder Toronto aber nicht messen. 

Der deutsche Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“, „Cloud Atlas“) ist in diesem Jahr mit seiner Romanverfilmung „Ein Hologramm für den König“ dabei. In ihr spielt Tom Hanks einen Geschäftsmann aus den USA, der in Saudi-Arabien gegen die Mühlen der Bürokratie kämpft. Die Gemeinschaftsproduktion der USA, Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs kommt am 28. April auch in die Kinos.

Neben den USA und Israel ist Deutschland auch an dem Film „Junction 48“ beteiligt, der tragischen Story eines jungen Rappers im palästinensisch-israelischen Konflikt. Der Kölner Filmemacher Florian Heinzen-Ziob nimmt in seinem Kurzfilm „Zu Ihrer Sicherheit“ die Gepäckkontrollen an Flughäfen aufs Korn. Sein Streifen war unter insgesamt knapp 7000 Einsendungen für das New Yorker Festival ausgewählt worden.

Streit gab es im Vorfeld um die umstrittene Dokumentation „Vaxxed: From Cover-Up to Catastrophe“. Sie propagiert eine Verbindung zwischen Impfstoffen und Autismus. Obwohl sich Robert De Niro, einer der drei Tribeca-Gründer, anfangs hinter den Film stellte, wurde er schließlich doch aus dem Programm gestrichen.

Am Rande des traditionellen Festspielreigens von Screenings, Galas und Partys wartet Tribeca noch einmal mit dem Kultfilm „Taxi Driver“ auf. Seine Premiere jährt sich in diesem Jahr zum 40. Mal. Bei der Vorstellung und anschließenden Podiumsdiskussion kommen auch die Hauptakteure wieder zusammen, Regisseur Martin Scorsese sowie Robert De Niro und Jodi Foster in den Hauptrollen. 

dpa

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