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Kultur Umstritten und verehrt: Potsdamer Schau widmet sich dem Ufa-Star Hans Albers
Nachrichten Kultur Umstritten und verehrt: Potsdamer Schau widmet sich dem Ufa-Star Hans Albers
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00:00 18.05.2017
Ein Besucher betrachtet ein historisches Kino- plakat mit Hans Albers. Seinen Aufstieg zum Star der Ufa zeigt eine Ausstellung in Potsdam. Quelle: Foto: Hirschberger/dpa
Potsdam

. Er galt als „Mann der Tat“ und verkörperte den Typ des „blonden Siegers“: Den Aufstieg von Hans Albers (1891-1960) zum Star der Ufa-Filmindustrie in den 1930ern zeigt eine Ausstellung im Potsdamer Filmmuseum.

Mit „Hans Albers – das Mannsbild der Ufa“ startet das Filmmuseum zum 100. Geburtstag der Ufa am heutigen Donnerstag eine dreiteilige Ausstellungsreihe zu den Stars und den Mythen der deutschen Filmproduktion. „Während der deutsche Film in den 1930er Jahren wegen des Aufstiegs des Nationalsozialismus im Ausland weitgehend boykottiert wurde, wuchs das Absatzgebiet der Ufa in den 1940er Jahren mit dem Vormarsch der Wehrmacht“, sagte Stephan Ahrens vom Berliner Historischen Museum.

Während viele Stars der Stummfilmzeit verschwanden, weil ihre künstliche Bühnensprache beim Publikum nicht mehr ankam, stieg Albers mit seinem kantigen Norddeutsch zum Publikumsliebling auf. 1891 wird Albers als jüngstes von sechs Kindern in Hamburg geboren. Sein Vater ist Schlachtermeister. Der blonde Hans wächst in St. Georg auf, nahe der Alster. Dort schrubbt er Ausflugsboote. So oft wie möglich besucht er das Schauspielhaus. Auf Wunsch des Vaters beginnt er aber eine Kaufmannslehre. Nebenher nimmt er heimlich Schauspielunterricht. Mit 20 hängt Albers den Kaufmannsberuf an den Nagel, um seinen Traum zu realisieren.

Die Ausstellung zu Albers in Potsdam ist bis zum 3. September zu sehen. Plakate und Filmausschnitte zeigen, wie Hans Albers von der Ufa zum Star aufgebaut wurde: mit stahlblauem Blick als Draufgänger. Gleichzeitig ist er mit Heinz Rühmann der „Mann von nebenan“.

Nach der Albers-Schau beginnt in Potsdam eine Ausstellung zum Mythos der Nibelungen, den Fritz Lang in den 1920ern mit der Ufa verfilmte. Vom 7. Dezember bis Februar 2018 folgt dann die Schau „Münchhausen – Lügen in Agfacolor“, die den Start aufwendiger Großfilme mit Millionenbudget dokumentiert.Klaus Peters

OZ

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