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Kultur Unruhe vor dem Berlinale-Start
Nachrichten Kultur Unruhe vor dem Berlinale-Start
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00:00 13.02.2018
Berlin

George Clooney, Angelina Jolie, Isabelle Huppert – Dieter Kosslick hat sie alle auf dem roten Teppich begrüßt. Seit 17 Jahren leitet der Schwabe die Berlinale, das größte Publikumsfilmfestival der Welt. Jetzt droht sein Lebenswerk Schaden zu nehmen. Ende 2017 forderten 79 Filmemacher, darunter die Oscar-Preisträger Caroline Link und Volker Schlöndorff, einen Neufang für das Festival. Und auch wenn alle Seiten sich längst wieder ihrer Liebe und Zuneigung versichern, dürfte die Personaldebatte die Stimmung bei den übermorgen beginnenden Festspielen deutlich trüben.

Kosslicks Vertrag läuft im Mai 2019, also nach der nächsten Berlinale aus. Der 69-Jährige hat es versäumt, von sich aus einen Termin für einen ehrenvollen Abgang zu nennen. Die für die Nachfolge verantwortliche Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nahm 2017 Gespräche mit ihm auf. Im November kam der Brief der Filmemacher. Sie fordern darin ein offenes und transparentes Verfahren zur Neubesetzung. Ziel müsse sein, „eine herausragende kuratorische Persönlichkeit zu finden, die für das Kino brennt, weltweit bestens vernetzt und in der Lage ist, das Festival auf Augenhöhe mit Cannes und Venedig in die Zukunft zu führen“. Schon zuvor hatte es Kritik an der Auswahl für den Bären-Wettbewerb und einer Überfrachtung des Festivals gegeben. Kosslick empfand den Brief als Affront. Er war „stinksauer“ und kündigte an, in Zukunft gar nicht mehr für die Berlinale zur Verfügung zu stehen. In ihrer Petition hatten die Regisseure eine internationale Findungskommission gefordert.

Stattdessen berief Grütters aus dem Aufsichtsrat der verantwortlichen Gesellschaft „Kulturprojekte des Bundes in Berlin“ ein Findungstrio, dem sie vorsteht. Kosslick hat derweil schon klar gemacht, dass er diesmal mit gebremster Energie an den Start geht.

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