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Kultur Unterwegs im Welterbe
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00:03 12.05.2018
Schüler des Hansa-Gymnasiums haben am Echy-Projekt teilgenommen und waren unter anderem in der Kulturkirche St. Jakobi unterwegs. Quelle: PRIVAT
Stralsund

Die Erben des Erbes waren auf Tour. Seit Schuljahresanfang haben sich Schüler der Klassenstufe 9 bis 11 des Stralsunder Hansa-Gymnasiums auf die Spuren des Weltkulturerbes begeben.

Der Name ist fast ein bisschen niedlich: Echy. Doch dahinter verbirgt sich das große Projekt European Cultural Heritage. Gemeinsam mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und der Stadterneuerungsgesellschaft haben die Mädchen und Jungen daran teilgenommen. Dabei stand alles unter dem Motto „Zu Hause im Weltkulturerbe – die Erben des Erbes begegnen Europas Geschichte in der Hansestadt Stralsund“.

„Wir haben uns drei große Themenbereiche ausgesucht“, erklärt Lehrerin Kathrin Bucholz, die das Projekt gemeinsam mit Volker Freiberg begleitet. Austausch und Bewegung, Grenz- und Kulturlandschaften und Erbe gelebt.

Doch was muss man sich genau darunter vorstellen? „Wir haben uns in verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Dingen beschäftigt“, sagt Ben Dzarnowski. Das Welterbe aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Und das darf durchaus wörtlich genommen werden, denn zu den Aufgaben zählte es, viele Fotos zu machen. Türklinken, Briefschlitze, Backstein - im Welterbe gibt es viel zu entdecken.

Auf dem Plan standen nicht nur Spaziergänge mit offenen Augen durch die Straßen, sondern auch viele Exkursionen, unter anderem in das Europäische Hansemuseum in Lübeck und in die Kirchen unserer Stadt. Dort durften die Schüler dann auch mal Wege gehen, die sie sonst nicht sehen würden. So waren sie in der Kulturkirche St. Jakobi auf den Gerüsten unterwegs oder liefen in der Marienkirche über den Gewölben.

Ihr gesammeltes Wissen haben die Schüler zusammen getragen und werden es in einer großen Ausstellung, die am 6. Juni in der Kulturkirch eröffnet wird, zeigen. Darüber hinaus hat ihnen dieses Projekt aber noch etwas anderes gebracht. Lilly Bannow geht, genauso wie ihre Mitschüler, mittlerweile viel bewusster durch ihre Heimatstadt. „Unsere Generation soll sich mit den Gebäuden befassen, die schützenswert sind. Mittlerweile haben wir selbst die Aufgabe, etwas für deren Schutz zu tun.“ Sie fügt hinzu, dass sie sich ihrer Heimatstadt durch das Projekt näher fühlt. „Ich bin froh, hier zu leben.“ Ähnlich sieht es Rike Sund. „Ich habe mich mit dem Thema Backsteine beschäftigt und achte jetzt viel mehr auf alles, wenn ich durch die Stadt gehe.“ Doch das endet nicht bei der eigenen Stadt, wie Leona Bell verrät: „Als ich in Dresden war, bin ich mit viel offeneren Augen durch die Stadt gegangen und habe viel mit Stralsund verglichen.“

Miriam Weber

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