Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Usedom ringt weiter um das Theater
Nachrichten Kultur Usedom ringt weiter um das Theater
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 31.08.2018
Usedom

In Usedom knirschen viele Leute mit den Zähnen, weil die Gleichung mit der Vorpommerschen Landesbühne immer noch nicht aufgehen will. Am liebsten hätten die Usedomer ihre Bühne sowieso wieder zurück im Hafen, wie vor Beginn der Bauarbeiten neun Jahre lang mit großem Erfolg praktiziert. Und sie haben durchaus Argumente. Der SPD-Abgeordnete Detlef Winterfeldt hat Mittwochabend während der Stadtvertretersitzung ursprüngliche Planungsunterlagen zitiert, wonach im neugestalteten Hafen die Interessen des Theaters ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Dass die Marina-Park GmbH dort Grund und Boden erwerben konnte und etwa 30 Ferienwohnungen bauen darf, läuft dem zuwider. „Hier darf ich nicht mal mehr laut vorlesen“, soll Bordel mit Blick auf ein zu erwartendes Lärmschutzgutachten gesagt haben.

Jochen Storrer
Gert Wendlandt

„Uns hat das Theater nicht gestört. Warum soll das jetzt nicht mehr erlaubt sein?“, entgegnen Jutta und Ferdinand Kopmann, die in unmittelbarer Nähe zum Hafen wohnen und auf ihrer Terrasse quasi jede Vorstellung mitgehört haben. „Um 22.30 Uhr war Ruhe. Das können Urlauber doch auch aushalten.“ Aber da ist auch ein potentieller Gastronomiebetreiber, der laut Bürgermeister Jochen Storrer sofort das Handtuch werfen will, wenn vor seiner Nase eine Bühne aufgebaut wird.

Also doch neben dem Kindergarten bauen. Für Jochen Storrer gehört der als Alternative gedachte Standort, für den es sogar schon eine positive Bauvoranfrage gibt, auch mit zum Hafen, weil er Zuschauern den Blick auf den Usedomer See, den Pasker Steg und die neue Klappbrücke bieten würde. Den thematischen Zusammenhang zum Fördergebiet „See-Center“ sieht übrigens auch Staatssekretär Dr.

Stefan Rudolph.

Die Fraktion SPD/Linke will dennoch, dass die Standorte seriös miteinander verglichen werden. „Konkret mit Zahlen unterlegt und zwar bis zur Stadtvertretersitzung im Oktober. Wir hängen da irgendwie in der Luft“, fordert Stadtvertreter Dr. Norbert Köhler im Namen seiner Fraktion nachdrücklich. Wer im Hafen ein Restaurant betreiben will, brauche eine lange Vorlaufzeit, verbindliche Zusagen und natürlich Planungssicherheit, fügt er hinzu. Und dann bringt Köhler seinerseits mit dem Vorschlag, bei der Gelegenheit den Einsatz einer schwimmenden Bühne zu prüfen, eine neue Überlegung ins Spiel.

Die von seiner Fraktion geforderte Lenkungsgruppe „Hafenbühne“, die die Fakten zügig recherchiert und zur Vorlage bringt, ist abgelehnt worden. „Dafür brauchen wir nicht noch eine Lenkungsgruppe, die Arbeit kann ohne Weiteres im Hauptausschuss geleistet werden“, hat Olaf Hagemann (UBL) argumentiert. Auch die Sitzungen des Tourismus- und des Bauausschusses, in denen das Thema behandelt werden muss, seien öffentlich.

„Der Wille, das Theater wieder zurück nach Usedom zu holen, ist in der Bevölkerung und auch bei den Stadtvertretern nach wie vor groß“, sagt der Bauausschussvorsitzende Gert Wendlandt.“Wir müssen uns jedoch klar darüber werden, wie wir die jährlich als Kulturbeitrag an das Theater zu zahlenden 25 000 Euro aufbringen, denn die werden in jedem Fall fällig. Egal, wo die Bühne letzlich steht.“

Wie es hieß, bemüht sich Amtsvorsteher Karl-Heinz Schröder in dieser Angelegenheit um Sponsoren. Wenn es damit gelänge, die Stadtkasse über einen gewissen Zeitraum zu entlasten, regt Bürgermeister Jochen Storrer ein weiteres Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium und dem Theaterintendanten an. Und dann stellt Storrer klar, dass es zum Bühnenstandort neben dem Kindergarten einen eindeutigen Stadtvertreterbeschluss gibt.

Ingrid Nadler

TSC Blau-Weiß lädt zu Schnupperkursen ein

31.08.2018

Abt-Skuptur wird heute in Abtshagen enthüllt / Kirche und Gemeinde feiern Umsetzung zweier Projekte

31.08.2018

Von Bono über Elton John und Tina Turner bis Bob Dylan: MV lockte in den vergangenen Jahren viele Stars in den Norden. Unsere Bildreportage zeigt einige der größten Konzerte im Land. Mit Unterstützung der Leser soll die Galerie noch wachsen.

30.08.2018