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Kultur Veronika Fischer von Puhdy verraten?
Nachrichten Kultur Veronika Fischer von Puhdy verraten?
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00:00 08.03.2013
Veronika Fischer (l.) und Ex-Puhdy Harry Jeske.
Berlin

Sie war ein Star in der DDR: Anfangs stand Veronika Fischer als Sängerin von Panta Rhei auf der Bühne. 1974 startete sie mit eigener Band durch. Ihre Musik verkaufte sich millionenfach. Mit Liedern wie „Dass ich eine Schneeflocke wär“ und „Auf der Wiese“ schuf Fischer echte Evergreens.

In ihrer am 11. März bei Heyne erscheinenden Autobiografie „Das Lügenlied vom Glück“ blickt sie nun zurück auf ihre Kindheit in Thüringen, die wilden 70er Jahre mit unzähligen Festivalauftritten und Tourneen, die zunehmenden Repressalien durch das DDR-System und die schwere Entscheidung, 1981 mit Mann und Sohn nach West-Berlin zu ziehen und alles hinter sich zu lassen. Und sie beschreibt, mit welchen Herausforderungen sie im Westen zu kämpfen hatte.

In ihrem Buch zitiert Veronika Fischer (61) auch aus ihrer Stasi-Akte. Und berichtet darüber, dass ein von ihr nicht genannter Berufskollege gegenüber der Staatssicherheit den Verdacht geäußert habe, dass sie von einem für Mitte September 1980 in der Bundesrepublik geplanten Gastspiel nicht mehr zurückkehren wolle. Darauf wiesen nach seiner Ansicht der Verkauf ihres Pkw „Volvo“ und persönlicher Gegenstände hin. Das Geld solle vermutlich in den Westen geschleust werden.

Laut Bild-Zeitung, die im Besitz einer Kopie von Fischers Stasi-Akte ist, handelte es sich bei dem ungenannten Kollegen um Harry Jeske (75), von 1965 bis 1997 Bassgitarrist der DDR-Rockband „Puhdys“.

Jeske, der sowohl auf den Philippinen als auch in Wismar lebt, äußerte in „Bild“ dazu, dass er sich „daran gar nicht erinnern könne.“ Er habe niemanden verpfiffen: „Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Kollegenschwein bin.“ Er versicherte, dass er niemals wissentlich mit der Stasi zusammengearbeitet habe.

Veronika Fischer sagte der Zeitung: „Wenn zutrifft, was da in der MfS-Akte Schwarz auf Weiß steht, ist es für mich eine Tatsache.“

Werner Geske

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