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Verzweifelte Hausfrauen

Kiss the Coach Verzweifelte Hausfrauen

In dem als romantische Komödie angepriesenen Film "Kiss the Coach" lässt der italienische Regisseur Gabriele Muccino ein beachtliches Staraufgebot antreten.

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"Kiss the Coach" ist randvollgepackt mit Klischees und Stereotypen.

Quelle: Splendid

Wolf im Schafspelz: "Kiss the Coach" von Gabriele Muccino ist mit Sicherheit nicht die romantische Komödue, als die der Film angekündigt wird. Was ist der Streifen aus der Feder von Robbie Fox ("Liebling, hältst du mal die Axt?", 1993) aber dann? Die Grundidee klingt jedenfalls erst einmal ganz nett: Der gescheiterte, ehemalige Fußballstar George (Gerard Butler) zieht von Schottland nach Viriginia, um seiner Exfrau Stacie (Jessica Biel) und seinem Sohn Lewis (Noah Lomax) nahe zu sein. Nur allzu gern würde er die Herzen seiner Ex - die bald wieder heiratet - und seines Sohnes im Sturm zurückerobern. So einfach ist das natürlich nicht.

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Will seine Familie zurück: George (Gerard Butler) tut alles, um seine Ex Stacie (Jessica Biel) und Sohn Lewis (Noah Lomax) von seinen Qualitäten zu überzeugen.

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George lässt sich überreden, Lewis' Fußballmannschaft zu trainieren. Doch schon bald sieht sich der charakterschwache und bankrotte Schönling mit allerhand Problemen konfrontiert, die seinen Plan torpedieren, seine Lieben zurückzugewinnen: Zum einen lässt er sich von dem widerwärtigen Sponsor des Teams, Carl King (Dennis Quaid), kaufen, zum anderen setzen ihm die frustrierten Fußballmütter des Städtchens zu.

Vorhang auf für eine beachtliche weibliche Starparade, allen voran Catherine Zeta-Jones ("Lady Vegas") als ehemalige Fußballreporterin und manipulative Verführerin. Uma Thurman ("Movie 43") gibt die dauerbetrogene Hausfrau und Gattin des deshalb nicht minder eifersüchtigen Carl, und Judy Greer ("Jeff, der noch zu Hause lebt") spielt eine weinerliche und sehr anhängliche Alleinerziehende. Diese Frauenstereotype von vorgestern, die die renommierten Hollywood-Darstellerinnen spielen müssen, sind nur schwer zu ertragen. Wieso sich die Damen für derart dümmliche Frauenrollen hergeben, lässt sich kaum erklären.

Nur Jessica Biel als patente und dennoch verletzliche Stacie kann ihrer Rolle als Georges Exfrau - nicht zuletzt durch ihre subtile, zurückgenommene Schauspielkunst - Tiefe abgewinnen. Es ist durchaus anrührend mitanzusehen, wie sie sich schweren Herzens damit abgefunden hat, dass es mit der Liebe ihres Lebens nicht geklappt hat und sie nun nur noch das Beste für den gemeinsamen Sohn will. Auch Noah Lomax als neunjähriger Lewis zeigt eine glaubwürdige Leistung. Leider wird die Vater-Sohn Beziehung nicht annähernd so feinfühlig auserzählt wie diejenige in Muccinos gelungenem Drama "Das Streben nach Glück" (2006, mit Will Smith in der Hauptrolle).

Das Hauptproblem der oberflächlichen Geschichte ist, dass ihr Autor sich nicht entscheiden konnte, ob er eine romantische Komödie, ein Versöhnungsdrama oder gar einen Sportfilm erzählen will. Herausgekommen ist letztlich ein sexistischer Zwitter, der nicht besonders sehenswert ist.

 

 

Homepage "Kiss the Coach"

Homepage Splendid

Fanpage Gerard Butler

Jessica Biel bei Twitter

Fanpage Catherine Zeta-Jones

Infoseite zum Film

(Flash)

(WMV)

 

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