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00:00 13.08.2018
Immer wieder eine Augenweide: Die im Schlosspark flanierenden Künstler, hier vom Steffi Gätjens Ensemble. FOTOS (4): THORSTEN CZARKOWSKI
Ludwigslust

Erneut präsentierte sich der malerische Garten des Schlosses Ludwigslust als Heimstatt der Kleinkunst. „Kleines Fest im großen Park“, so der längst eingeführte Name für dieses Festival – vereinte wieder zahlreiche Sparten: Akrobatik, Pantomime, Jonglage, Clownerie, Tanz, Comedy und noch vieles andere mehr.

Das „Kleine Fest im großen Park“ in Ludwigslust präsentierte wieder an zwei Tagen Kleinkunst

Teilnehmer

Zu Gast waren unter anderem: Katy Santos (Venezuela), Trio Caszar (Ungarn), Ulik Robotik (Deutschland), Moccamaker (Deutschland), Matthias Brodowy (Deutschland), Grupo Semila (Spanien, Deutschland), Duo Kaos (Italien, Guatremala), Jan Manske (Deutschland), Francisco Obregon (Chile), Company Satchok (Finnland, Niederlande, Deutschland).

Es waren 29 verschiedene Künstler – vom Alleinunterhalter über Duo bis zumTanzensemble, die am Freitag- und am Samstagabend auf die Besucherschar warteten, auf Groß und Klein. Der um diese Jahreszeit fast märchenhaft zugewachsene Park bot in diesem Jahr 16 Spielstätten, an denen die Künstler zu erleben waren. Ob Luisenmausoleum, Karauschenteich oder Grotte, überall lauschige Plätzchen. Von der Bühne auf der Schlosswiese über die Weise neben der Grotte bis hin zum Schweizerhaus reichten die Spielorte, zu denen die Besucher pilgern konnten. Ohne genauen Ablaufplan war das Programm nicht zu bewältigen. Die Festspiele Mecklenburg Vorpommern, traditionell Veranstalter dieses Festes, hatten das „Kleine Fest im großen Park“ wie einen Bahnfahrplan akkurat durchgetaktet.

Mit dem Plan in der Hand wandelten also die kleinen und die großen Besucher durch den Schlosspark, um auszuwählen und die nächste Bühne anzusteuern. Alles zu erleben, das war bei diesem Überangebot an Kleinkunst schier unmöglich.

Da war zum Beispiel Frank Fischer, der sein Comedyprogramm „Gewöhnlich sein kann jeder“ auf einer kleinen Bühne an der Schlosswiese anbot – ein günstiger Platz, denn an dieser Stelle gab es besonders viel Laufkundschaft. Wie die anderen Künstler auch spielte Frank Fischer sein Programm viermal pro Abend. Für einen Wortkünstler ist das vielleicht nicht so anstrengend, für einen Akrobaten schon.

Und dem Trio Csaszar, das ihre Schleuderbrett-Akrobatik- Show direkt am Schloss präsentierte, war die Anstrengung anzusehen. Belohnt wurden die Künstler jedoch mit reichlich Applaus, vor allem von den staunenden Kindern. Viel Spaß hatten diese auch auch bei Klaus Lang, der seine kleine Show „Artur kommt vorbei“ genannt hatte, das war eine Mischung aus Comedy, Akrobatik und Jonglage rund um seinen Fiat 500, auf dem der Künstler dann herumturnte. Niemand im Publikum war dabei vor ihm sicher, denn wenn es sich so ergab wurde improvisiert und das Publikum mit einbezogen. Ein Riesenapplaus war dem witzigen Akrobaten am Ende sicher.

Der Schlosspark als magischer Ort schien viele Künstler zu beflügeln, auch das enthusiastische Publikum. Auch ungewöhnliche Formen der Kleinkunst waren zu erleben – Kunstrad-Partnerakrobatik (Duo Kaos), Puppencomedy (Francisco Obregon) oder Marionetten mit Musik (Di Filippo). Und übrigens: Das „Kleine Fest im großen Park“ ist immer auch eine völkerverbindende Veranstaltung, mit Teilnehmern aus der ganzen Welt, zum Beispiel aus Spanien, Slowenien, Italien, Venezuela und Russland. Humor ist eben international.

Kleinkunst in vielen Häppchen also – aber in sehr leckeren Häppchen. So hielt sich diese zauberhafte Stimmung über vier Stunden pro Abend. Die Lockerheit der Künstler hatte sich schnell auf das Publikum übertragen. Viele von ihnen – mit Picknicktasche und Bollerwagen ausgerüstet – hatten dieses Ereignis für einen entspannten Familienausflug genutzt. Damit die Gäste auch was mit nach Hause nehmen können, hatte Comedian Frank Fische sein Publikum auch mit zahlreichen Alltagstipps versorgt: „Fragen Sie mal im Media-Markt einen Verkäufer: Kann Ich Ihnen helfen?“

Thorsten Czarkowski

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