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Vierjähriger Pirat stiehlt Störtebeker die Show

Ralswiek Vierjähriger Pirat stiehlt Störtebeker die Show

8000 Zuschauer feiern Premiere des neuen Stückes „Auf Leben und Tod“ auf der Naturbühne in Ralswiek

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Klaus Störtebeker (Bastian Semm/l.) im Zweikampf mit seinem Widersacher Konrad von Jungingen (Marco Bahr).

Quelle: Christian Rödel

Ralswiek. Da sah Störtebeker-Hauptdarsteller Bastian Semm alt aus: Der vierjährige Paul Wüstenberg stahl ihm die Show, denn der Dreikäsehoch aus Glowe saß in der zweiten Reihe und zeigte allen frech das Victory-Zeichen. Das Premierenpublikum war entzückt von dem liebevoll kostümierten Zwerg, der von seiner Mutter Paula als Pirat verkleidet worden war.

Nur zwei Reihen hinter Paul saß Gesine Lippert, die dem Auftritt ihres Mannes „Lippi“ entgegenfieberte. „Mein Mann hat jeden Tag bei uns in der Küche die neuen Lieder geprobt, und ich bin ganz gespannt, wie er die Premiere meistert“, meinte sie. Wolfgang Lippert sang wie gewohnt souverän. Für den beliebten ostdeutschen Entertainer gab es nach seinen Auftritten stets Szenenapplaus von den 8000 Premierengästen, die Sonnabend zum Festspiel-Auftakt eine Bilderbuch-Aufführung erlebten. „Wir haben den Himmel erst einmal seinen Ballast abregnen lassen, bevor wir Ihnen heute das neue Stück präsentieren“, begrüßte ein sichtlich gut gelaunter Peter Hick als Intendant die Gäste. Die 24. Saison wurde bei azurblauem Himmel mit krachendem Kanonendonner eröffnet.

Die Vitalienbrüder um Klaus Störtebeker und Goedeke Michels mussten sich nach dem Bannfluch der Hanse nach Visby auf Gotland, wo Sophia von Pommern-Wolgast regiert, zurückziehen. Von hier aus kapern die Freibeuter Handelskoggen. Diesen Zustand wollen Hanse, Deutscher Ritterorden, Königin Margarethe von Dänemark und Mecklenburger Herrscherhaus nicht länger hinnehmen. Konrad von Jungenden (Marco Bahr), Hochmeister des Deutschen Ordens, mobilisiert 84 Kriegsschiffe, um den Freibeutern auf Gotland das Lebenslicht auszulöschen, so dass sogar Goedeke Michels’ unfreiwillige Hochzeit verschoben werden muss.

In Sachen Liebe wagt Peter Hick einen ungewohnten Plot, der keine Bühnenküsse zulässt. Zwischen Baronin Ewa (Bianca Warnke) und Störtebeker knistert es zwar, aber letztlich krachte es nur, bevor es aber zur körperlichen Annäherung kommt, gibt es Streit – eine Idee, die das Publikum mit einem langgezogenen „Ooooooch“ quittiert. Das Publikum feierte die Premiere mit langanhaltendem Beifall und Bravo-Rufen.

Christian Rödel

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