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Kultur Vierter „Hotzenplotz“ von Otfried Preußler erscheint
Nachrichten Kultur Vierter „Hotzenplotz“ von Otfried Preußler erscheint
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00:06 08.05.2018
Stuttgart

Kasperl, Seppel, die Großmutter und Wachtmeister Alois Dimpfelmoser – alle sind sie dabei, wenn am 17. Juli ein neues Abenteuer vom Räuber Hotzenplotz erscheint. „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ ist ein Überraschungsfund – die Tochter von Otfried Preußler (1923-2013) hatte das Werk im Nachlass ihres Vaters entdeckt, rund 45 Jahre nach der Veröffentlichung des dritten und ursprünglich letzten Bandes über den Räuber mit den sieben Messern und der Pfefferpistole.

Otfried Preußler (1923-2013) Quelle: Foto: Peter Kneffel/dpa

Hotzenplotz gilt neben der „Kleinen Hexe“ als Preußlers beliebteste und bekannteste Figur und als Klassiker der Kinderliteratur. Zeit seines Lebens nutzte der Autor seine Figur als Alter Ego, beantwortete unter dem Namen Hotzenplotz Kinderbriefe und schrieb sogar Behörden an, wie der Thienemann-Esslinger Verlag mitteilte, von dem das neue Buch veröffentlicht wird.

„Als ich durch Zufall auf ein unbekanntes Bühnenstück meines Vaters stieß, war mir sofort klar, welch wunderbaren Schatz ich in den Händen hielt“, sagt Preußlers Tochter, Susanne Preußler-Bitsch.

„Die Fahrt zum Mond“ lautete der Titel des Stücks, das Preußler vor 50 Jahren geschrieben hatte. Die Tochter zögerte nicht lange: „Daraus ein ’erzähltes Kasperltheater’ zwischen zwei Buchdeckeln zu entwickeln, fiel mir nicht sonderlich schwer, denn alle Zutaten waren vorhanden.“

Auch ein Illustrator wurde gefunden – die drei ursprünglichen Bände vom Hotzenplotz hatte einst der Maler und Illustrator Franz Josef Tripp (1915-1978) in schwarz-weiß illustriert. In seine Fußstapfen tritt der Grafik-Designer und Zeichner Thorsten Saleina und bringt Farbe ins Spiel, ohne das markante Original des Räubers aus den Augen zu verlieren. Und die Geschichte? Wachtmeister Dimpfelmoser steht wieder der Schweiß auf der Stirn, wenn er seine Pickelhaube lupft, denn Hotzenplotz ist einmal mehr aus dem Gefängnis ausgebrochen. Seppel und Kasperl sind fest entschlossen, ihn einzufangen – und ein für alle Mal auf den Mond zu schießen. Mit dem Bau einer ausgeklügelten Mondrakete nimmt ihr Plan Formen an. Ob sich Hotzenplotz überlisten lässt? Das erfahren die Fans des Räubers Mitte Juli.

Susanne Preußler-Bitsch sagt: „Dass sich auch mein Vater über dieses Geburtstagsgeschenk sehr gefreut hätte – er wäre dieses Jahr 95 Jahre alt geworden – dessen bin ich mir sehr sicher.“

OZ

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