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Kultur Von Haydn bis Hindemith
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01:18 05.10.2017
Heinz-Jürgen Staszak über ein Konzert des Morgenstern- Quartetts in Rostock
Rostock

Kleines Festkonzert am Dienstag im Rostocker Barocksaal: Das Morgenstern-Quartett beging seinen 30. Geburtstag. Gegründet von Bert Morgenstern (54) aus der Norddeutschen Philharmonie, hält es seit drei Jahrzehnten, jetzt in der Besetzung mit den Orchesterkollegen, der Geigerin Bettina Goffing (43), dem Bratscher Martin Poetsch (44) und dem Cellisten Henning Ladendorf (40), unverzagt die hohe Kunst des Streichquartett-Spiels, die Krone der Kammermusik, hoch und ist eine stabile Säule im Musikleben der Hansestadt, mit einer eigenen treuen Zuhörergemeinde.

Diese war äußerst zahlreich erschienen und erlebte ein typisches Morgenstern-Konzert: unspektakulär, aber intensiv, erlebnisstark und nachhaltig, in jenem sympathischen Bewahrungswillen, der auf modische Accessoires wie „launige Moderation“, populistisches Crossover oder sonstige billige Anbiederung verzichten kann und sich stets in den Dienst der anspruchsvollen Musik stellt, in einer grundehrlichen, anständig-soliden Musizierweise, die auf Können und erfahrener Musikalität basiert.

So eröffneten sie auch die Geburtstagsfeier mit einem Haydn-Quartett, dem späten „Quinten-Quartett“ (1797), in seinen Hell-Dunkel-Balancen mit schöner, werkgetreuer Prägnanz gespielt. Aber es gab auch leichte, erfrischende Abweichungen. Einen amüsanten Jokus gönnten sie sich mit Hindemiths „Minimax“-Streichquartett (1923), der bissigen Parodie damals landläufiger Militär- und Salonmusik und ihrer biederen Spielweise, lustvoll und mit Witz und Vehemenz musiziert.

Und einen Luxus gönnten sie sich auch. Mit ihren Kollegen Sarabeth Guera, Mihai Belu (beide Violine), Angelika Engel (Viola) und Peter Langer (Cello) verdoppelten sie sich und brachten Mendelssohns geniales Frühwerk, das Oktett Es-Dur op. 20, zur Aufführung, klangprall und farbenreich, mit biegsamer Melodik, ein Bild jugendfrischer Lebensfreundlichkeit.

OZ

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