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Kultur Von Ukulelen-Rock und hawaiianischer Exotik
Nachrichten Kultur Von Ukulelen-Rock und hawaiianischer Exotik
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00:00 17.09.2016

Wer AC/DC’s „Highway to Hell“ einmal auf Ukulelen gespielt gehört hat, der merkt schnell, dass die kleinen Instrumente nicht nur einen Hauch hawaiianischer Exotik verbreiten, sondern durchaus rockbar sind. Vor allem, wenn sie von so spielfreudigen, kreativen Musikern bedient werden wie den Mitgliedern des „Ukulele Orchestra of Great Britain“. Donnerstag Abend waren Leisa Rea, Will Grove-White, Dave Suich, Richie Williams, Peter Brooke Turner, Ben Rouse und Jonty Bankes bei den Festspielen MV zu Gast in der Rostocker Halle 207, Freitag in Stolpe. Es war ein virtuoser Ritt durch alle Genres, der „On the Beach at Waikiki“ (Stover/Kailmai) begann und mit dem Clash-Klassiker „Should I Stay Or Should I Go?“ endete. Dazwischen lag eine kurzweilige Interpretation von Liedern, die von Klassik und Jazz bis hin zu Pop und Rock reichten. Da wurde „Kiss“ von Prince genauso neu interpretiert wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, die „Badinerie“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750) oder „Das Model“ von Kraftwerk.

Überhaupt hat das Orchester, das 2015 sein 30-jähriges Jubiläum feierte und längst auf der ganzen Welt unterwegs ist, einen Hang zu Deutschland – hier wurde auf Live-Konzerten die letzte CD „Uke-Werk“ aufgenommen.

Ob mit unbewegtem Mienenspiel, pantomimischen Einlagen, liebevoll einstudierten Choreographien oder beim Moshen zu Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ – hier wurden die Lieder nicht nur gespielt sondern performt, ja regelrecht zelebriert. Die Ukulelen wurden nicht nur bespielt, sondern bearbeitet, gezupft und mit Fingerknöcheln auf der Rückseite beklopft. Einer der Höhepunkte: Das Medley von David Bowies „Life on Mars“, Frank Sinatras „My Way“, „For Once in My Life“ und dem Song „Substitute“, bei dem die Musiker einen musikalischen Klangteppich webten. Beachtlich auch die Schnelligkeit mit der die Finger über die Saiten glitten.

Die kleinste Ukulele des Orchesters, deren Klangkörper kaum größer war als eine Handfläche, präsentierte Will Grove-White. „Das ist eigentlich ein Anspitzer“, sagte er augenzwinkernd. „Ich werde oft gefragt, warum Ukulele?“, so Dave Suich. „Es ist eben nicht nur ein Instrument, sondern eine Lebenseinstellung.“

Stefanie Büssing

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