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Von historischen Holzschnitten bis hin zu den Abrafaxen

Wittenberg Von historischen Holzschnitten bis hin zu den Abrafaxen

260 Exponate auf 500 Quadratmetern – eine Sonderschau in Wittenberg zeigt das Leben des Reformators Martin Luther in Bildern

Wittenberg. . Luthers Thesenanschlag, Luther auf dem Reichstag in Worms, Luther auf der Wartburg, aber auch Luthers Eheschließung mit Katharina von Bora und Luthers Familie: Eine Sonderschau im Augusteum in Wittenberg zeigt ab Sonntag das Leben des Reformators Martin Luther (1483-1564) in zahlreichen Bildern und Gemälden.

Thematisch geordnet zeigt die Ausstellung auf 500 Quadratmetern die wichtigsten Stationen in Luthers Leben, in unterschiedlichen Darstellungen zu verschiedenen Zeiten. „Wir sehen eine Biografie in Bildern“, sagte der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Stefan Rhein. Der Besucher könne quasi an Luthers Leben in Bilder vorbeilaufen und auch Neues entdecken. Es werde hier eindrucksvoll vermittelt, dass Luthers Leben zu jeder Zeit Stoff für eigene Bilder, Legenden und Mythen bot, so Rhein.

Unter den 260 Exponaten sind große Historiengemälde von bedeutsamen Ereignissen wie dem Thesenanschlag oder der Verbrennung der Bannandrohungsbulle, aber auch Grafiken des 16. bis 20.

Jahrhunderts. Die Werke reichen von Holzschnitten Ludwig Rabus aus dem Jahr 1557 bis hin zu grafischen Zyklen der Lutherehrung von 1983.

Die Schau biete auch die Chance, Schätze aus der Sammlung zu präsentieren, „die wir bislang noch nicht zeigen konnten“, sagt Rhein. Laut Kuratorin Jutta Strehle stammen 95 Prozent der Exponate aus dem Lutherhaus, das mit der Eröffnung der Sonderschau für wichtige Renovierungsarbeiten erst mal seine Pforten schließt. Zahlreiche Exponate aus dem Lutherhaus werden während der Renovierung auch als Leihgaben der Ausstellungsreihe „Here I stand“ in den USA präsentiert. Die Wiedereröffnung des Museums ist für März 2017 vorgesehen. Die Schau „Martin Luther. Sein Leben in Bildern“ im Augusteum ist bis zum 29. Januar zu sehen.

Viele Exponate sind erstmals öffentlich ausgestellt, haben neue Rahmen und Passepartouts erhalten. Gut die Hälfte der Exponate stamme aus dem Depot, sagte Strehle. Ein Beispiel ist ein großformatiges, buntes Blatt aus dem Jahr 1917 von Arthur Kampf, das den Thesenanschlag thematisiert und einen selbstbewussten Reformator zeigt.

Den Auftakt der Schau bildet ein Gemälde eines Historienmalers aus dem 19. Jahrhundert, das die Stiftung vor zwei Jahren aus Privatbesitz erwarb und eine Familienszene mit Katharina von Bora zeigt. Zu den ausgestellten Künstlern in der Schau zählen Adolf von Menzel, Ernst Barlach und Lovis Corinth. Erstmals wird auch der umfangreichste grafische Zyklus zu Luthers Leben von Gustav König von 1851 mit 38 Bildern vollständig gezeigt.

R. Richter

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