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Wassermusik und Tänze am Uniplatz Rostock

Rostock Wassermusik und Tänze am Uniplatz Rostock

„Ihr spielt die Musik“: 250 Musiker beim Symphonic Mob der Jungen Norddeutschen Philharmonie

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Die jungen Norddeutschen Philharmoniker und Gastmusiker begeisterten rund 300 Besucher auf dem Rostocker Uniplatz.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Leicht hatten sie es nicht die jungen Philharmoniker und ihre Gäste auf dem Rostocker Universitätsplatz am Sonnabend. Erst ließ sie das Wetter im Stich. In den Proben zu Brahms 5. ungarischem Tanz weinte der Himmel über Rostock. Wassermusik statt Brahms und Dvorák. Und dann hatten sich direkt neben dem philharmonischen Konzert – dem Symphonic Mob – auch noch Breakdancer mit Ghettoblaster platziert. Aber: So ist das, wenn man sich mit Kunst in öffentlichen Raum begibt – man muss mit den Begebenheiten leben. Und das taten sie hervorragend unter dem Motto „Ihr spielt die Musik“. Die charmante Idee stammt vom Stardirigenten Kent Nagano (64). Musikbegeisterte jeden Alters und jeglicher musikalischer Vorbildung treffen sich mit Profimusikern unter Leitung eines Dirigenten an einem öffentlichen Platz, proben für ein spontanes Kurzkonzert, und ab geht die Post. Das vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin 2014 initiierte Musikvermittlungsprojekt „Symphonic Mob“ gab es zu Pfingsten mit 1000 Musikern unter Leitung von Nagano zum dritten Mal in Berlin. Es wird von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Konzerte gab es in Bremen und Köln, im September wandert der Musik-Mob nach Frankfurt an der Oder.

In Rostock oblag die Leitung Christoph Altstaedt (36), der den 300 Besuchern, die auf dem Uniplatz bei Schietwetter ausharrten, einen Eindruck vermittelte, wie Orchester arbeiten. Die 110 jungen Philharmoniker, die heute ihre Sommerarbeitsphase in Woldzegarten beginnen, hatten 140 Laienmusiker an die Seite genommen. 20 Cellisten, fünf Kontrabassisten, jede Menge Violinisten und Bratschisten, ein großer Haufen Blech, Schlagewerk und ein Gitarrist. Altstaedt erklärte vom Pult aus: „Wir haben eine Stunde Probe für vier Stücke. Das ist sehr ambitioniert. Weniger Zeit als bei einem Profiorchester.“ Der Dirigent führte die Musiker mit klaren Bildern und Worten durch Proben und Konzert. Helfend: „Lasst bitte die Streicher einmal durchstimmen.“ Auffordernd: „Okay, Bläser seid ihr bereit?“ Führend: „Die Streicher bitte sehr pianissimo.“ Motivierend: „Liebe Kontrabässe, für euch heißt es: fünf gegen den Rest der Welt.“ Bis der Regen kam, konnten sie den 1. und 5.

ungarischen Tanz von Brahms und Dvoráks 1. slawischen Tanz proben, die sie ab 18.15 Uhr spielten. Dvoráks 2. slawischen Tanz gab es ungeprobt als Zugabe.

Karl Heinrich Wendorf, Posaunist und Musikmanager, spielte mit und zeigte sich zum Abschluss glücklich: „Hat noch toll geklappt. Und das tolle Rostocker Publikum wollte uns gar nicht gehen lassen.“

Michael Meyer

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