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Weltstars entfesseln Klangzauber in Reithalle

Redefin Weltstars entfesseln Klangzauber in Reithalle

Dreimal versprachen die Festspiele MV für dieses Jahr „Weltstars in Redefin“ bei ihren traditionellen Großkonzerten in der Reithalle des Landgestüts.

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Inspirierender Star-Dirigent: Gustavo Dudamel

Quelle: Foto: Neubauer/dpa

Redefin. Dreimal versprachen die Festspiele MV für dieses Jahr „Weltstars in Redefin“ bei ihren traditionellen Großkonzerten in der Reithalle des Landgestüts. Schon beim ersten Mal am Sonntag waren es 85 – die Berliner Philharmoniker, die Enthusiasten für das beste Orchester der Welt halten, dazu der venezolanische Erfolgsdirigent Gustavo Dudamel (36), der das Orchester hier schon vor drei Jahren geleitet hatte. Wiederum war es für 3000 Besucher eine Glanzstunde der Orchesterkultur, bei der man, die Ohren weit aufgerissen, die Augen nur geblendet schließen konnte, zumal in einem Land, in dem Orchesterglamour selten ist.

 

OZ-Bild

Heinz-Jürgen Staszak über die Berliner Philharmoniker in Redefin

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Mit Staunen hörte man die verschmelzende Homogenität des Klanges, seidig und samtig, seine Wucht und seine Intimität, seine mannigfaltige Farbigkeit, dazu die Solisten, die immer nur prägnant hervor-, aber niemals heraustreten. Damit musizierten sie unter Dudamels inspirierender Dynamik Schumanns Sinfonie Nr. 3, die „Rheinische“, frohgemut und ritterlich- schwungvoll, mit einem Schuss Behaglichkeit am eigenen Können und Klingen, ihre schauerlichen Tiefen nicht restlos ausleuchtend.

Im zweiten Teil lustvolle Entfesselung romantischer Klangmagie, in einer hinreißenden Mischung aus emotionalem Zugriff und höchst kunstvollem Raffinement, die Klangzauberstücke des Orchesters aus Wagners „Ring“ in eine quasi-sinfonische Abfolge gebracht: die gravitätische Erhabenheit des „Walhalla-Einzugs“, die Aufbruchs- Leidenschaft der „Rheinfahrt“, der Trauermarsch in solch fassungsloser Ergriffenheit, als sei die ganze Welt gestorben, das mystische Erwachen des „Waldwebens“, das drohend-dämonische Getümmel des „Walkürenritts“. Das war in seinen Geheimnissen, in seinen betörenden orgiastischen Aufschwüngen, in seiner Düsternis wie im Leuchten von solch künstlerischer Überwältigung, dass nur noch Standing Ovations blieben.

OZ

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