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Kultur Wenn in Wacken die Heide wackelt
Nachrichten Kultur Wenn in Wacken die Heide wackelt
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00:00 04.08.2016

Wacken. „AC/DC“, sagte WackenChef Thomas Jensen, „das wäre noch mal was.“ Aber er muss vorerst weiter warten. Die großen alten Männer des Rock’n’Roll spielen auch in diesem Jahr nicht in Wacken. Allerdings, vielleicht ist das auch ganz gut so. Weil Brian Johnson ausfiel, musste Axl Rose von Guns N’Roses als Sänger einspringen, und das gefällt nicht jedem.

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Das größte Heavy-Metal-Festival der Welt hat begonnen – mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen

Dass Wacken dennoch wieder im Handumdrehen „Ausverkauft!“ melden konnte, war Ehrensache. Und zwar für 180 Euro plus zehn Euro Vorverkaufsgebühr pro Ticket. 75000 Menschen werden sich einfinden im westlichen Schleswig-Holstein und Wacken für ein paar Tage zur viert- oder fünftgrößten Stadt des Landes machen. Und zwar zu einer, in der es „lauter, härter, schneller“ zugeht, so jedenfalls lautet das Versprechen.

Gestern ging es los, auch wenn die Hauptbühnen erst heute öffnen. Mehr als 120 Bands werden bis Sonnabendnacht zu sehen sein, aber die großen Namen, wie Rammstein vor drei Jahren, fehlen. Ebenso wie Motörhead nach dem Tod Lemmy Kilmisters kurz vor Silvester. Vor zwei Jahren hatten sie noch in Wacken gespielt. „We are Motörhead, and we play Rock’n’Roll“ waren die klassischen Worte zur Begrüßung, und dann sollten sie sich daran halten. Heute Abend kurz vor Mitternacht wird mit zwei Songs an Lemmy und diesen letzten Wacken-Auftritt erinnert. Prominenz ist trotzdem vertreten, auch wenn die schon in die Jahre gekommen ist. Mit Foreigner, Whitesnake, Saxon und Iron Maiden spielen heute gleich vier große Bands mit Wurzeln in den Siebzigerjahren. Auch Blue Öyster Cult, Girlschool und Twisted Sister sind schon lange dabei. Und wer von Foreigner bei einem Heavy-Metal-Festival nicht reden will, der sollte auch von Torfrock schweigen, denn die spielen dieses Jahr ebenfalls wieder.

Wacken, das ist eine ähnlich wundersame Geschichte wie die des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die Idee von ein paar Freunden am Tresen, ein Start-up aus einer Sandkuhle im Kreis Steinburg, das nie so etwas wie ein Start-up hatte sein wollen und längst zum größten Metal-Festival der Welt geworden ist. Und zu einer Event-Maschine, die neben dem Open Air auch Heavy Metal im Skigebiet, auf Kreuzfahrtschiffen und demnächst im Flugzeug anbietet, die Konzerte veranstaltet, Anfang nächsten Jahres eine Art Metal-Weihnachtsmarkt, und eine Wacken-Stiftung gibt es ebenfalls. Aber auch ein Musik-Festival kann die politische Weltlage nicht ignorieren. Deshalb wurde das Sicherheitskonzept in Wacken mit Blick auf die jüngsten Anschläge und Amoktaten verschärft. Rucksäcke und Taschen sind auf dem Gelände verboten, die Zahl der Sicherheitskräfte wurde erhöht. Man werde „ein Maximum an Kontrollen“ durchführen, sagte Wacken-Produktionsleiter Helge Staack. Die Bedrohung ist nach Angaben der Polizei abstrakt statt konkret, dennoch habe man sich mit dem Veranstalter „intensiv auf denkbare Gefährdungsszenarien vorbereitet“.

Peter Intelmann

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