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„Wir spielen Bach“

Schönberg „Wir spielen Bach“

Der 31. Schönberger Musiksommer rückt vom 24. Juni bis zum 16. September den Komponisten der Reformation in den Fokus

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Kreative Schlagwerker von Elbtonal Percussion: Wolfgang Rummel, Stephan Krause, Sönke Schreiber und Jan-Frederick Behrendt (v.li.)

Quelle: Foto: Elbtonal Percussion

Schönberg. Luther als Thema liegt nahe im Jubiläumsjahr der Reformation. Johann Sebastian Bach (1685-1750) liegt für die Schönberger näher. „Wir spielen Bach“ haben die Macher des 31. Schönberger Musiksommers zum Motto erhoben. Der Komponist steht im Mittelpunkt des Musikfestivals, denn „sowohl er als Künstlerpersönlichkeit als auch seine Musik sind nur vor dem Hintergrund der Reformation lutherischer Prägung denkbar“, sagt Kirchenmusikdirektor Christoph D. Minke, der künstlerische Leiter des Musiksommers. Und so macht ein Bach-Kantaten-Gottesdienst am Sonntag, 25. Juni, denn auch den Auftakt zum sommerlichen musikalischen Reigen.

OZ-Bild

Der 31. Schönberger Musiksommer rückt vom 24. Juni bis zum 16. September den Komponisten der Reformation in den Fokus

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Insgesamt stehen 31 sehr unterschiedliche Veranstaltungen auf dem Programm: wie gewohnt dienstags um 20 Uhr in der St.-Laurentiuskirche im mecklenburgischen Schönberg vor den Toren Lübecks sowie bei Sonderkonzerten. Um zunächst bei Bach zu bleiben: Von ihm sind unter anderem Lieder und Solokantaten (30. Juni), seine Sonaten für Violine und Cembalo (4. Juli), die Orchestersuite h-moll (8.

August), die Goldberg-Variationen auf Marimba (15. August) und das Violinkonzert a-moll (29. August) zu hören. „Bach ist für mich der wichtigste Komponist, da ist alles drin. Seine Musik ist eine sinnliche Erfahrung, deswegen werde ich sie immer am glaubwürdigsten rüberbringen“, erklärt Christoph D. Minke, und so wird er in der Reihe „Freitagsorgel“ am 4., 11. und 18. August Teile aus Bachs „Clavierübung III“ an der historischen Winzer-Orgel spielen.

Nach dem 30. Jubiläum des Musiksommers im vergangenen Jahr steht in diesem Sommer ein weiteres an: Seit zehn Jahren gibt es die Kinderkonzerte in Zusammenarbeit mit den „SOS-Kinderdörfern weltweit“, die speziell für Schönberg konzipiert werden. In diesem Jahr sind Nixen auf Landgang. Die vier Frauen bilden ein Streichquartett, das von Kammermusik über Evergreens bis zu Pop und Filmmusik sehr facettenreich ist. Zusammen mit den Kindern gehen die Nixen am 13., 14., 17. und 18. Juli auf eine musikalische Reise um die Welt und zu den Ursprüngen unterschiedlicher Musikstile.

„980 Mädchen und Jungen sind bereits angemeldet, wir sind so gut gebucht wie noch nie“, freut sich Konzertmanager Karsten Lessing. Um mehr junge Leute für die Konzerte zu begeistern, sind in diesem Jahr auch wieder spezielle Jugendkonzerte geplant. Am 11. Juli lädt das Percussion-Quartett Elbtonal Jugendliche zum Zuhören und Mitmachen ein.

Der Schönberger Musiksommer bietet neben Bach solo und Bach im Dialog auch weitere Klangfarben, etwa Violinistin Elisabeth Kufferath, das No Tango Quartett mit Christina Fuchs, das Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern, Toon Fret und die Kammerphilharmonie Hamburg oder europäische Musik des 17. Jahrhunderts in der Kirche zu Lübsee. Beim Abschlusskonzert am 16. September steht dann noch einmal Bach im Fokus mit „Jesu meine Freude“.

Doch ganz ohne Luther geht es natürlich in diesem Jahr auch nicht. Der Stummfilm „Luther – ein Film der deutschen Reformation“ wird im September gezeigt, begleitet von Livemusik.

Vor der Musik kommt in diesem Jahr allerdings die Kunst. Bereits am Sonnabend, 24. Juni, wird in der Laurentiuskirche eine Ausstellung mit Collagen und Zeichnungen von Martin Hoffmann aus Woserin und „elektrifizierten Apparaten“ und Skulpturen von Mario Pahnke aus Dechow eröffnet, die bis Anfang August in der Kirche zu sehen ist.

31. Musiksommer

Eröffnung mit musikalischem Gottesdienst am 25. Juni, 14 Uhr, anschließend Programm auf dem Kirchplatz und ab 16.30 Uhr Turmblasen. Bis 16. September, dienstags, 20 Uhr, in der Schönberger St.-Laurentiuskirche (Sonderkonzerte an Wochenenden). Karten: 10 Euro, Förderkarten ab 15 Euro Ausstellung: Eröffnung am 24. Juni, 18 Uhr: „Sichtweiten“, dienstags bis sonnabends 12 bis 17 Uhr und während der Konzerte.

Tickets, Programm und Infos unter www.schoenberger-

musiksommer.de

Petra Haase

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